Schaffhausen will Zürich weiterhin junge Leute abjagen

Der Kanton Schaffhausen setzt die Image-Kampagne «Ein kleines Paradies» fort. Weiterhin sollen gezielt junge Familien und hochzeitswillige Pärchen angelockt werden.

Eine junge Familie, bestehend aus einer Frau, einem Sohn, einer Tochter und einem Mann.

Bildlegende: Die neue Image-Kampagne von Schaffhausen will mehr junge Familien in den Kanton locken (Symbolbild). Colourbox

Die Kampagne «Ein kleines Paradies» wird oft belächelt, seit sie der Kanton Schaffhausen im Jahr 2008 gestartet hat. Zu lachen gebe es da aber gar nichts, findet Regierungsrat Ernst Landolt. «Wer in einer Grossstadt lebt und nicht weiss, dass es auch in der Provinz schön sein kann, ist eigentlich ein Ignorant», fand Landolt am Mittwoch im «Regionaljournal» deutliche Worte.

Die Schaffhauser Regierung und die Wirtschaftsförderung betonen, wie wichtig es sei, die Kampagne fortzusetzen. So ist der Kanton seit dem Jahr 2008 um rund 3000 Einwohner gewachsen. Heute leben 78'000 Menschen im Kanton. Bis 2030 sollen es gegen 90'000 sein.

Dabei zielt der überalterte Kanton Schaffhausen vor allem auf junge Familien und heiratswillige Paare ab. An Hochzeits- und Familienmessen wird mit dem «kleinen Paradies» geworben. Stärker verankern will man den Slogan auch im Kanton selbst. Denn die besten Botschafter für Schaffhausen seien immer noch die Schaffhauser selbst.

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