Schaffhauser Kantonalbank einigt sich mit den USA

Die Schaffhauser Kantonalbank und die USA konnten sich im Steuerstreit auf einen Deal einigen. Die Bank bezahlt eine Busse in der Höhe von 1,6 Millionen Dollar.

Logo der Schaffhauser Kantonalbank

Bildlegende: Deal: Die Schaffhauser Kantonalbank kann den Steuerstreit mit den USA beenden. Keystone

Mit der Schaffhauser Kantonalbank (SHKB) kann eine weitere Bank den Steuerstreit mit den US-amerikanischen Behörden hinter sich lassen. Die Bank hat sich mit dem amerikanischen Justizministerium auf eine Busse in der Höhe von 1,613 Millionen Dollar geeinigt. Die Höhe der Bussen ist jeweils mit der Höhe der verwalteten Vermögen mit einem Bezug zur USA abhängig.

Gemäss den Angaben des Department of Justice hat die SHKB seit August 2008 insgesamt 182 Konten geführt, von Kunden, die in den USA steuerpflichtig sind. Auf diesen Konten lagen rund 84,5 Millionen Dollar.

Mit der SHKB haben nun bereits 42 Schweizer Banken der Kategorie 2 mit den USA eine Einigung erzielt. Diese Kategorie wurde für jene Banken geschaffen, welche davon ausgingen, dass sie US-Kunden hatten, die Steuern hinterzogen haben.

Über 40 Banken müssen bezahlen

Die Schaffhauser Kantonalbank ist eine von über 40 Banken, die sich bis anhin mit den US-Behörden auf einen Deal einigen konnten und eine Busse bezahlt haben. Dazu zählen beispielsweise die Migros Bank oder die Berner Kantonalbank.

Andere Banken, wie die Zürcher Kantonalbank oder Julius Bär, sind noch immer am verhandeln. Die ZKB gehört in die Kategorie 1. Zu dieser Kategorie zählen Banken, die ein Strafverfahren am Hals haben. Wie lange es dauert, bis die ZKB ihren Steuerstreit mit den USA beilegen kann, ist noch völlig unklar.