Initiative unterstützt Schaffhauser Stadtparlament will Zahl der Motorboote limitieren

Stadtrat Simon Stocker nimmt Unterschriftenbögen vor dem Schaffhauser Stadthaus entgegen.

Bildlegende: Im Mai 2016 nahm Stadtrat Simon Stocker (m.) die Volksinitiative der «Aktion Rhy» entgegen. SRF

30 Jahre lang achtete die Stadt Schaffhausen darauf, dass Motorboote auf dem Rhein nicht überhand nehmen. Gesteuert hat sie das über die Vermietung ihrer knapp 300 Bootsliegeplätze. Motorlose Boote wurden bevorzugt.

Ziel sei erreicht

Diese Regelung wurde letztes Jahr aufgehoben. Sie sei nicht mehr nötig, begründete AL-Stadtrat Simon Stocker nun den Entscheid im Stadtparlament. Das Ziel, mindestens gleich viele motorlose wie motorisierte Weidlinge zu haben, sei heute erreicht. Zudem seien die heutigen Bootsmotoren viel umweltschonender als die früheren Zweitakter.

Gleichgewicht in der Stadtverfassung verankern

Naturschützer und sogenannte Stachler (Weidlingsfahrer die aus Überzeugung auf einen Motor verzichten) der «Aktion Rhy» wehrten sich mit einer Volksinitiative. Sie fordern, dass das heutige Gleichgewicht auf dem Rhein in der Stadtverfassung verankert wird. Der Stadtrat soll die frühere 50:50-Regelung bei den Booten wieder einführen.

Mit nur einer Stimme mehr unterstützte die linke Ratsseite zusammen mit den Mitte-Parteien im Parlament die Initiative. Das letzte Wort hat nun das Stimmvolk der Stadt Schaffhausen.