Schaffhauser Tourismus erhält nicht mehr Geld

Höchstens eine halbe Million Franken erhält der Schaffhauser Tourismus jedes Jahr vom Kanton. Und dabei bleibt es auch. Ausserdem werden die Gemeinden und das Tourismusgewerbe vorderhand nicht zu einer Zwangsabgabe verpflichtet. Der Kantonsrat hat das neue Tourismusgesetz zurückgewiesen.

Der Schaffhauser Rheinfall

Bildlegende: Wird nicht zusätzlich gefördert: Der Schaffhauser Rheinfall. zvg

Zurück auf Feld eins beim Schaffhauser Tourismus: Der Kantonsrat hat das neue Gesetz zurückgewiesen, das die Vermarktung der Feriendestination Schaffhausen auf eine solidere Basis gestellt hätte.

Zwar war schon von vornherein klar, dass der Kanton - entgegen seiner ursprünglichen Absicht - nicht mehr Geld in den Tourismus stecken kann. Heute sind es rund eine halbe Million Franken im Jahr. Aber die zusätzlichen Beiträge von Gemeinden, Restaurants und Hotelbetrieben, die heute auf reiner Freiwilligkeit beruhen, hätten obligatorisch eingeführt werden sollen. Dies hätte etwas mehr Geld, vor allem aber auch Planungssicherheit für «Schaffhauserland Tourismus» gebracht.

Daraus wird vorderhand nichts. Die heutige Regelung soll nach dem Willen des Schaffhauser Kantonsrates maximal weitere zwei Jahre gelten. Bis dahin muss die Regierung mit einer neuen Vorlage aufzeigen, welchen Nutzen die Tourismusförderung überhaupt bringt. Mit 24 zu 21 Stimmen beschloss der Kantonsrat die Rückweisung des geplanten Tourismusgesetzes.