Schaffhauser Tunnel müssen sicherer werden

Die Autobahntunnel Cholfirst und Fäsenstaub bei Schaffhausen werden in den nächsten Jahren sicherheitstechnisch aufgerüstet. Grösster Bestandteil der Arbeiten ist der Bau zweier Sicherheitsstollen. Stadt und Kanton Schaffhausen hätten aber lieber erst eine zweite Röhre im Fäsenstaub.

Verunfallte Autos im Tunnel.

Bildlegende: Mehr Sicherheit nötig: Unfall mit vier Verletzten im Fäsenstaubtunnel im Oktober 2004. Keystone

Die beiden Tunnel bei der Einfahrt in die Stadt Schaffhausen entsprechen nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen, wie das Bundesamt für Strassen mitteilt. So muss die Lüftung verbessert werden. Ausserdem werden bei beiden Tunnel Fluchtstollen gebaut. Der Bau der beiden Stollen dauert voraussichtlich vier Jahre und kostet rund 78 Millionen Franken.

Bereits im kommenden Sommer finden Unterhaltsarbeiten an der Lüftung statt. Diese Massnahmen kosten rund 14 Millionen Franken. Während der Arbeiten müssen die Tunnel ab und zu in der Nacht gesperrt werden.

Kanton will lieber eine zweite Röhre

Stadt und Kanton Schaffhausen sind ebenfalls der Meinung, dass die geplanten Fluchtstollen dringend nötig sind. Beim Fäsenstaubtunnel sei aber das grösste Problem, dass er zu klein sei, sagt Baudirektor Reto Dubach: «Der Tunnel braucht vier statt nur zwei Spuren. Deshalb wäre es sinnvoller, man würde statt eines Sicherheitsstollens zuerst einmal eine zweite Fäsenstaubröhre bauen.»