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Schaffhauser Verkehr Immer mehr zugedröhnte Autofahrer

Fahren unter Drogeneinfluss: Die Zahl der Anzeigen hat sich im Kanton Schaffhausen in fünf Jahren verfünffacht.

Ein Auto wird von Polizisten in Leuchtwesten angehalten.
Legende: Nicht jeder Autofahrer scheint sich seiner Verantwortung bewusst zu sein, wie die Polizei bei Kontrollen feststellt. Keystone

113 Autofahrerinnen und Töfffahrer hat die Schaffhauser Polizei letztes Jahr aus dem Verkehr gezogen, weil sie unter Drogeneinfluss standen. Zum Vergleich: 2012 waren es nur etwas mehr als 20. Seither ist die Zahl Jahr für Jahr gestiegen.

Beunruhigend sei das, «ein No Go», findet Martin Tanner, Chef der Schaffhauser Verkehrspolizei. Über die Gründe für den Anstieg kann allerdings auch er nur spekulieren. Er vermutet, dass es unter anderem mit der Diskussion um die Legalisierung von Cannabis zusammenhängt. «Die Leute scheinen zu glauben, dass die Lockerung auch fürs Autofahren gilt. Dem ist aber nicht so. Fahrzeuglenker dürfen keine Drogen in sich haben.»

Neue Methode bei Kontrollen

Die Schaffhauser Polizei will die Kontrollen in diesem Bereich verstärken. Sie setzt dabei auf eine Methode, die auch in Zürich Anwendung findet. Speziell geschulte Polizistinnen und Polizisten können schon im Gespräch mit einem Autofahrer und anhand seiner Augen erkennen, ob er allenfalls unter Drogeneinfluss steht.

Trotz allem sei die Verkehrssicherheit im Kanton Schaffhausen aber sehr hoch und gut. Dies sagte Tanner bei der Präsentation der Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2017. Die Zahl der Unfälle nahm im Kanton Schaffhausen mit 516 zwar leicht zu (2016: 478), die Zahl der Verletzten ging mit 185 aber gleichzeitig zurück (2016: 213). Eine Person kam im letzten Jahr ums Leben.

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