Scharfe Konturen: Scherenschnitte im Zürcher Landesmuseum

Die neue Ausstellung im Landesmuseum zeigt einen faszinierenden Mikrokosmos aus Papier, geschaffen mit Scheren und scharfen Messern. Das Museum schlägt den Bogen von historischen Scherenschnitten bis zu modernen Installationen, die eigens für die Ausstellung geschaffen wurden.

Zwei Menschen werfen ihre eigenen Schatten auf die Schattenprojektion mit Scherenschnitten eines Vogels und eines Wolfes.

Bildlegende: Schattenspiel: Die interaktive Scherenschnitt-Projektion von Camille Scherrer ZVG

Die Ausstellung ist in mehreren historischen Zimmern des Landesmuseums aufgebaut. Gleich zu Beginn des Rundgangs fällt ein grosser Totenkopf ins Auge. Beim Näherkommen löst er sich optisch auf und ist nur noch Papier und Löcher. Es ist eine Interpretation des Themas «Apotheke»: In einen Medikamenten-Beipackzettel hat der Künstler Ernst Oppliger Löcher und Risse geätzt, die auf Distanz wie ein Totenkopf wirken.

Filligrane Arbeiten

Das geätzte Werk ist aber die Ausnahme. Praktisch alle anderen Werke sind mit Schere und Messer geschaffen. Die Ausstellung ist nach verschiedenen Themen geordnet – von «Alpaufzug» über «Liebesbrief» bis hin zu «Vogelpaar». Historischen Werken werden zeitgenössische Interpretationen des Themas gegenübergestellt. Ergänzt wird die Ausstellung mit modernen Installationen. Und Kinder können im offenen Atelier unter Anleitung ihre eigenen Werke schaffen.