Schatzsuche im Zürcher Klärschlamm

Stadt und Kanton Zürich haben die Klärschlamm-Anlage Werdhölzli gemeinsam auf den neuesten Stand gebracht und am Donnerstag feierlich eingeweiht. Die Klärschlammverwertung kostet neu nur noch die Hälfte und kann auch wertvolle Rohstoffe zurückgewinnen. Urban Mining nennt sich das, urbaner Bergbau.

Blick auf die Limmat und die Klärschlammanlage

Bildlegende: Billiger und ökologischer: Die neue Klärschlammanlage Werdhölzli kann nun mehr als früher. zvg

Für 68 Millionen Franken haben Stadt und Kanton das Werdhölzli aufgerüstet. Neu wird in der Anlage der Klärschlamm aus dem ganzen Kanton zentral verbrannt und daraus Energie gewonnen. So stammt der gesamte Wärmebedarf auf dem Areal aus der Anlage. Das Klärgas, welches früher für die Stromproduktion eingesetzt wurde, wird neu zu Biogas aufbereitet.

Die Zentralisierung bringe neben den ökologischen auch wirtschaftliche Vorteile, sagte Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP), der gemeinsam mit Baudirektor Markus Kägi (SVP) die Anlage einweihte. So seien die Kosten für die Entsorgung des Klärschlamms nur noch halb so hoch.

Ausserdem soll die Anlage in Zukunft auch wertvolle Rohstoffe wie Phosphor zurück gewinnen können. Urban Mining heisst hier das Stichwort. «Wir leben in einem rohstoffreichen Land. Und diese Rohstoffe gilt es, umsichtig zu nutzen», sagte Markus Kägi.