Schlieren gibt sich ein neues Image

Mit einem Kultur- und Kongresszentrum will sich Schlieren vom Ruf einer gesichtslosen Industrievorstadt trennen. Konzerte, Shows und Versammlungen sollen ab 2018 Publikum und Übernachtungsgäste in die Limmattalgemeinde locken. Der Stadtrat ist bereits mit privaten Investoren im Gespräch.

Blick über einen riesigen Parkplatz voller Occasionsautos und am Rand ein paar Fabrikhallen

Bildlegende: Industriehallen und Gebrauchtwagen - so kennt man Schlieren vor allem. Keystone

Der Stadtrat von Schlieren hat eine Vision: Am Stadtplatz mitten im Zentrum will er eine Eventhalle und ein Hotelhochhaus bauen - oder vielmehr bauen lassen. Erste Verhandlungen mit Halter Entwicklungen als privatem Investor und mit dem Zürcher Event- und Konzertveranstalter X-tra laufen bereits. Als mittelgrosser Veranstaltungsort soll Schlieren eine Lücke zwischen sehr grossen Anbietern wie dem Zürcher Kongresshaus und kleineren Sälen füllen. Das geplante neue Stadtzürcher Kongresszentrum wird Schlieren nicht konkurrenzieren.

Schlieren sucht neue urbane Identität

Ziel des Projekts sei es, der wachsenden Vorortsgemeinde eine neue urbane Identität zu geben, sagt Stadtpräsident Toni Brühlmann. Mit noch freien Bauflächen mitten im Zentrum und einer optimalen Anbindung an den öffentlichen Verkehr sei Schlieren als Kongress- und Kulturdestination geradezu prädestiniert.

Der Stadtrat will die Bevölkerung diesen Sommer noch in die Projektierung miteinbeziehen, und wenn das Stadtparlament nach Planungsabschluss grünes Licht gibt, sollen die Gebäude bis 2018 bereitstehen.