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Zürich Schaffhausen «Schönstes Schmuckstück»: 50 Jahre Mahmud Moschee in Zürich

Die Gründer der ältesten Moschee der Schweiz waren eigentlich losgeschickt worden, um in Deutschland eine Moschee zu bauen. Doch wegen des komplizierten Einreiseprozederes in der Nachkriegszeit verschlug es sie nach Zürich. Nun lädt die Ahmadiyya-Gemeinschaft zum 50 Jahre-Jubiläum.

18 Meter hoch prangt das Minarett neben der Mahmud Moschee am Zürcher Balgrist. Es ist eines von vier in der ganzen Schweiz – und es dient nur zur Zierde.

Als die Moschee vor 50 Jahren gebaut wurde, gab das Minarett noch nicht zu diskutieren. Die Moschee aber schon. Es gab Widerstand, eine Demonstration und Petitionen an den Stadtrat. Doch Stadtpräsident Emil Landolt setzte sich für die Moschee ein. Und so wurde sie als erste Moschee in der Schweiz am 22. Juni 1963 vom damaligen UNO-Generalsekretär Muhammad Zafrulla Khan eingeweiht.

Islamischer Gottesdienst in Schichten

«Früher kamen die Leute aus der ganzen Deutschschweiz», erzählt Imam Sadaqat Ahmed im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». «In Schichten feierten sie dann die religiösen Feste.» Heute kommen die Muslime vor allem aus der Stadt und dem Grossraum Zürich – meist Immigranten mit pakistanischem Hintergrund.

Und sie schätzen die Moschee: «Es ist ein grosser Beitrag zur Integration – vor allem nach der Minarett-Initiative. Ein Beitrag, dass es auch ohne Gewalt und Missverständnisse geht», sagt ein Gläubiger. Ein anderer sagt: «Die Moschee ist das schönste Schmuckstück für mich in der Schweiz. Es bedeutet mir viel, dass ich hierher kommen und meine Verbindung zu Gott stärken kann.»

Tag der offenen Tür

Am Samstag fand aus Anlass des 50-Jahr-Jubiläums ein «Tag der offenen Tür» in der Mahmud-Moschee statt. Dutzende von Interessierten nahmen die Gelegenheit wahr und sahen sich im Inneren des Gebetshauses um, wie Imam Sadaqat Ahmed erklärte: «Es waren vor allem schweizer Christen die kamen und viele Fragen stellten», erzählt Ahmed.

5 Kommentare

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  • Kommentar von M.A. Jinnah, Bern
    Sowas mach nachdenklich! Traurig & beschämend, dass es den Schweizern selbs im 21Jh bisher nicht geling, Religions(klein)krieg & Religionsrassismus endlich zu begraben.
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    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      "dass es den Schweizern selbs im 21Jh bisher nicht geling, Religions(klein)krieg & Religionsrassismus endlich zu begraben" Mich macht noch ganz anderes rund um den Islam traurig, zuweilen sogar wütend. Wer sagt denn, dass die Schuld bei uns liegt? Ein bisschen Reflexion würde Ihnen nichts schaden!
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  • Kommentar von A. Maag, Zürich
    Schade gab es nicht damals schon ein Minarett- und Moschee-Verbot. Diese Gutmenschen können sich einfach nicht unserer Kultur anpassen. In das gleiche Kapitel geht das Kopftuchproblem in der Schule. Wo sind wir eigentlich? Wer zu uns kommt soll sich anpassen! Und wenn nicht, dann sollen sie gehen und wir vermissen sie sicher nicht. Der Islamische Zentralrat predigt immer Toleranz. Selber sind sie es aber überhaupt nicht! Kein Wunder fand die Minarett-Initiative so hohen Zuspruch!
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  • Kommentar von Shams Amad, Zürich
    Nur schade, dass im Text nicht erwähnt wurde, dass nur dank dem Inititanten Sheikh Nasir Ahmad, damals in Zürich, die Moschee erbaut werden konnte, trotz massivem Widerstand von allen Seiten. Er hat sich persönlich beim Stapi Emil Landolt dafür eingesetzt und diesen schliesslich davon überzeugen können, was damals eine beachtenwerte Leistung war. Die Moschee hat leider unterlassen, diesen doch entscheidenden Faktor zu erwähnen.
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