Schon wieder Angriff auf Zürcher Stadtpolizisten

Mehrere Dutzend Personen aus dem linksextremen Lager haben am Samstagabend in der Zürcher Innenstadt Steine, Knallkörper und Fackel gegen die Zürcher Stadtpolizei geworfen. Drei Polizisten wurden dabei verletzt. Verhaftet wurde nur ein Demonstrant.

Nach 21 Uhr erhielt die Stadtpolizei am Samstagabend die Meldung, dass sich mehrere Dutzend, teilweise vermummte Personen am Bellevue versammelt hätten und dort Feuerwerk und Knallkörper zündeten. Als die Polizei mit mehreren Patrouillen ausrückte, war die Gruppe bereits auf dem Limmatquai Richtung Central unterwegs, besprayte Fassaden und schlug Scheiben ein.

Gemäss Polizeisprecher Adrian Feubli versuchte die Polizei, die Randalierer zu stoppen: «Dabei wurden die Polizistinnen und Polizisten massiv mit Steinen, Knallkörpern und Fackeln beworfen und mit Laserpointern geblendet.» Die Polizei reagierte mit Gummischrott und Reizstoff und löste die illegale Demonstration gegen 22 Uhr auf. Drei Polizisten wurden mit Verletzungen am Gehör ins Spital gebracht.

Demonstranten griffen Polizei gezielt an

Die Polizei verhaftete einen 25-jährigen Mann, der eine Scheibe eingeschlagen hatte. Mehrere weitere Personen wurden kontrolliert und weggewiesen, aber nicht verhaftet.

Zu der illegalen Demonstration wurde auf der linksgerichteten Internetplattform Indymedia ein Bekennerschreiben veröffentlicht. Die Kundgebung sei ein «gezielter Angriff» auf die Stadtpolizei gewesen und solle als «Antwort auf das Verhalten der Zürcher Polizei in den vergangenen Monaten» verstanden werden. Die Polizei löse Demonstrationen jeweils mit massiven Mitteln auf, so der Vorwurf der Linksextremen.