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Schulfach Informatik Wie viel Überwachung in Zürcher Schulzimmern darf sein?

zwei Mädchen sitzen vor dem Computer
Legende: Was tun mit den Daten der Schülerinnen und Schüler? Keystone

Ab Sommer 2018 wird das neue Fach «Medien und Informatik» an allen Zürcher Primarschulen unterrichtet. Viele der 5.-Klässler werden ein eigenes Tablet erhalten, das sie auch zuhause benützen dürfen.

Diese Umstellung bedeutet nicht nur Herausforderungen in der Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer, in der Beschaffung der Geräte und der Entwicklung der neuen Lehrmittel. Es stellen sich auch viele Fragen im Bezug auf Datensicherheit.

Der Datenschützer des Kantons Zürich, Bruno Baeriswyl, erhält zurzeit mindestens jede Woche eine Anfrage von einer Schule, wie er gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» erklärt.

Die drängendsten Fragen der Schulen

  • Wie sehr dürfen die Kinder «überwacht» werden, welche Daten darf der Lehrer oder die Lehrerin aufzeichnen.
  • Wie lange und wo dürfen die Daten der Schülerinnen und Schüler gespeichert werden.

Das ginge zu weit

  • Das Verhalten der Schülerinnen und Schüler auswerten, also zum Beispiel registrieren, ob die Hausaufgaben erst spät abends gemacht werden.

Und was ist mit Sexseiten?

Damit die Schülerinnen und Schüler mit dem Schul-Computer zum Beispiel keine Sex- oder Gameseiten aufrufen, treffen die Gemeinden Massnahmen. Bäretswil hat die Tablets zum Beispiel so eingerichtet, dass die Schülerinnen und Schüler auch von zuhause aus über den Schul-Server ins Internet gelangen. Heikle Seiten sind von der Schule gesperrt.

4 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Schon die Tatsache, dass Kinder, die 'digitalisiert' werden, zusätzliche Technologie benötigen, damit sie dies unbeschadet durchstehen, sollte Fragen aufwerfen. Denn die Techguys, die solche Dinger entwickeln, schicken ihre Kinder nicht in Schulen, wo es solche Gadgets hat. Warum wohl?
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Noch fühlt sich niemand so richtig angesprochen, aber die Belastung mit hochfrequenten elektromagnetischen Wellen ist da und wird immer grösser. Das Netz wird dichter. Die Aerzt*Innen für Umweltschutz haben eine Nummer im 2016 ihres Oekoskops dieser Frage gewidmet. Macht Euch schlau. Es ist einfach zu wichtig.
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Ich erachte es als ein unkritisches Zugeständnis an die Technologie, dass die Schule zunehmend digitalisiert wird. Das Kinder mehr und besser lernen? Kaum? Kinder haben Sinne, werden diese zunehmend zu Gunsten eines unreflektierten Einsatzes digitaler Medien 'vergessen', ist das eine Form von Unterernährung, die ich fahrlässig finde. Babies, Kleinkinder und digitale Medien erachte ich als inkompatibel. Dabei haben wir noch nicht einmal die Belastung mit elektromagnetischer Strahlung betrachtet.
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    1. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Ergänzung: Babies, Kleinkinder und digitale Medien erachte ich als inkompatibel mit Smartphones, Tablets und Laptops....
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