Schulhaus gesucht!

Die Autonome Schule steht einmal mehr auf der Strasse. Seit Monaten sucht die ASZ erfolglos nach neuen Räumen. Verschiedene Angebote der Stadt Zürich lehnt sie ab.

Schüler der Autonomen Schule Zürich bei einer Protestaktion im April 2015.

Bildlegende: Schüler der Autonomen Schule Zürich bei einer Antirassismus-Aktion im April 2015. Keystone

Einmal mehr steht die Autonome Schule Zürich (ASZ) vor einer ungewissen Zukunft. Ende Oktober lief der Mietvertrag in einem ehemaligen Bürohaus in Altstetten aus. Neue Räumlichkeiten, die den Anforderungen der ASZ genügen würden, wurden bisher nicht gefunden, heisst es von Seiten ASZ.

Anders tönt es bei der Stadt Zürich, die die ASZ bei der Suche nach neuen Räumlichkeiten unterstützt. Sie hätten der Schule verschiedene Angebote gemacht, erklärte der Sprecher des Sozialdepartements Michael Rüegg: «Der Ball ist zur Zeit bei der ASZ».

Bezahlbar, zentral und fix

Weshalb steht die Schule dann also auf der Strasse? Eine Aktivistin der ASZ sagt zu den Angeboten der Stadt: «Wir hoffen, dass sich die Stadt Zürich hinter ein Projekt wie die ASZ stellt und ihr einen festen, bezahlbaren und zentralen Ort in der Stadt Zürich zur Verfügung stellt.» Mit anderen Worten: Die bisherigen Angebote der Stadt Zürich genügen den Kriterien der Autonomen Schule nicht.

Trotz der fehlenden Schulzimmer ist die ASZ aber fest entschlossen, ihr Angebot aufrecht zu erhalten. Am Freitag zum Beispiel verwandelt sie den Sechseläutenplatz in ein Open Air Schulzimmer.

Treffpunkt für Sans-Papiers

In den vergangenen sieben Jahren hat sich die Autonome Schule Zürich zu einem wichtigen Treffpunkt für Migrantinnen, Flüchtlinge und Sans-Papiers entwickelt. Bekannt ist die Schule vor allem für ihre gratis Deutschkurse. Ihr Angebot ist aber noch viel breiter und umfasst auch eine eigene Zeitung, Kino, Lesungen oder Ausstellungen.