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Schutz vor Hochwasser Entlastungsstollen soll Sihl ungefährlich machen

Der Zürcher Regierungsrat setzt auf einen Entlastungsstollen gegen Hochwasser zwischen Langnau am Albis und Thalwil.

Hochwasser Sihl
Legende: 2005 entging die Stadt Zürich nur knapp grossen Hochwasserschäden. Die Sihl wäre beinahe über die Ufer getreten. ZVG Kanton Zürich

Die Angst vor einem Hochwasser wie im Jahr 2005 steht am Anfang des Jahrhundertprojektes «Hochwasserschutz an Sihl, Zürichsee und Limmat». Die Stadt Zürich entging damals nur knapp grossen Hochwasserschäden.

Als erste Massnahme baute der Kanton Zürich einen Schwemmholzrechen im Rütiboden oberhalb von Langnau am Albis. Der Rechen soll verhindern, dass Schwemmholz Brücken verstopft und es so zu Überschwemmungen kommt.

Nun hat der Regierungsrat beschlossen, als zweite Massnahme auf einen Entlastungsstollen zwischen Langnau am Albis und Thalwil zu setzen. Die zweite Variante – ein Ausbau des Etzelkraftwerkes – wurde fallengelassen. Was gemäss Regierungsrat für den Stollen spricht:

  • Hohe Zuverlässigkeit und Unabhängigkeit von Wettervorhersagen.
  • Gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis.
  • Geringe ökologische Auswirkungen.

Der Stollen soll zwei Kilometer lang werden und unterhalb des Schwemmholzrechens liegen. Der Zürcher Regierungsrat rechnet mit Kosten von rund 130 Millionen Franken, im Jahr 2023 soll der Stollen fertig gebaut sein.

Neue Erhebungen der kantonalen Gebäudeversicherungen haben gezeigt, dass das Schadenpotential noch grösser ist als bisher angenommen. Ein Jahrhunderthochwasser könnte im unteren Sihltahl und der Stadt Zürich Schäden von 6,7 Milliarden Franken anrichten.

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