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Seilbahn-Austelllung in Zürich Nicht nur über Täler, auch über Städte schweben

Seilbahnen bringen Menschen auf Berggipfel. Für Städte wie Zürich wären sie aber auch ein interessantes Transportmittel.

Das Zürcher Heimatschutzzentrum thematisiert in seiner neuen Ausstellung den heutigen Umgang mit dem Schweizer Kulturgut Luftseilbahn und dessen Schutz. Die Ausstellung lenkt den Blick aber auch auf die Bahnen selbst und hinterfragt, wo und wofür sie stehen.

Heute befördern Luftseilbahnen in der Schweiz hauptsächlich Touristinnen und Touristen auf Berggipfel. Bestandteil des städtischen ÖV-Systems sind sie jedoch nicht. Dies wäre aber denkbar. Darüber hat das «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» mit Klaus Zweibrücken, Professor für Verkehrsplanung an der Hochschule in Rapperswil, gesprochen.

SRF: Klaus Zweibrücken, in verschiedenen Grossstädten sind Luftseilbahnen Teil des ÖV. Welche Vorteile hat dieses Transportmittel?

Portrait von Klaus Zweibrücken, Professor für Verkehrsplanung an der Hochschule in Rapperswil.
Legende: Klaus Zweibrücken ist Professor für Verkehrsplanung an der Hochschule in Rapperswil. SRF

Zweibrücken: Es gibt da eine ganze Menge. Ein ganz grosser Vorteil der Luftseilbahn ist, dass sie relativ unabhängig ist, weil sie nicht auf der Erde fahren muss und deshalb über dem restlichen Verkehr schweben kann. Seilbahnen haben zudem eine grosse Förderkapazität, können also rasch sehr viele Menschen bewegen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Luftseilbahn kostengünstig ist, weil sie automatisch betrieben werden kann.

Gibt es auch Nachteile?

Es ist schwierig, eine Haltestelle einzurichten. Luftseilbahnen sind vor allem nützlich, wenn eine Verbindung zwischen zwei Punkten hergestellt werden muss.

Wäre eine Luftseilbahn in der Stadt Zürich denkbar als Alternative zu Bus und Tram?

Es gibt ja schon ein sehr interessantes Projekt vom Bahnhof Stettbach zum Zoo Zürich. Und man könnte diesen Gedanken nun weiterspinnen. Ein Problem in der städtischen Verkehrsplanung sind ja vor allem Institutionen oder Orte, die viel Verkehr erzeugen. Dazu gehören der Zoo Zürich, aber auch die ETH Zürich. Ich könnte mir deshalb sehr gut eine Seilbahn vorstellen, die vom Hauptbahnhof zur ETH und dann weiter zum Zoo geht. Wenn eine Seilbahn von der einen Seite zum Zoo führen kann, warum dann nicht auch von der anderen?

Das ganze Interview mit Klaus Zweibrücken finden Sie als Audiofile in diesem Artikel. Das Interview führte Michael Ganz.

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