Shakespeare 2.0

Sek-Schüler des Schulhauses Hirschengraben versetzen «Romeo und Julia» für die Zürcher Festspiele ins 21. Jahrhundert. Sie finden: Die grossen Themen des Werks – Liebe und Tod – sind auch heute noch aktuell.

Romeo und Julia sind in Shakespeares Tragödie gerade mal 14 und 16 Jahre alt, als sie sich ineinander verlieben und in einen Strudel von dramatischen Ereignissen geraten. 47 Schülerinnen und Schüler der 3. Sekundarstufe sind im gleichen Alter wie das unglückliche Liebespaar und sie haben unter dem Patronat Christian Spuck, dem Ballettchef des Opernhauses, ein Film- und Tanz-Projekt entwickelt.

«#Romeo_Julia» nennen sie ihr Werk. Über ein halbes Jahr lang haben die Schüler daran gearbeitet. Die Sprache ist nicht schwülstig, sondern zeitgemäss. So heisst es dann auch schon mal: «Hey, Julia, mini Süssi, easy, mir gsehnd ois spöter no.»

Gewalt, Verrat, Tod, Liebe

Erstmals vor Publikum präsentieren die Sek-Schüler «#Romeo_Julia» im Rahmen der Zürcher Festspiele auf der Studiobühne des Opernhauses. Dabei stehen auch heute noch aktuelle Themen wie Freundschaft, Gewalt, Konflikte im Elternhaus, Verrat, Tod und natürlich die Liebe im Fokus.

Und obschon vor allem die Jungs sich anfänglich gegen die Tanzeinlagen im Stück sträubten, fanden sie das Tanzen am Ende «gar nicht so schlimm».