Sie kam, stank und siegte: Die Manifesta

Was gab die Manifesta in Zürich nicht alles zu reden: Von den Kosten über die Fäkalkunst des Künstlers Mike Bouchet bis zu den angeblich ausgebeuteten Volontären. Tempi passati. Drei Tage vor Schluss sorgt eine vorläufige Bilanz für zufriedene Gesichter: Über 171'000 Besucher wurden gezählt.

Mit 100'000 Besucherinnen und Besuchern haben die Organisatoren der Manifesta gerechnet, über 171'000 sind gekommen. Die Macher sind sich einig: Es liegt am aussergewöhnlichen kuratorischen Konzept, welches die ganze Stadt als Experimentierraum nutzte.

Unter dem Motto «What People do for Money? Some Joint Ventures» setzten sich verschiedene Künstler mit der heutigen Arbeitswelt auseinander. Kuratiert wurde die Kunstbiennale zum ersten Mal von einem einzelnen Künstler, dem in Berlin lebenden Video- und Konzeptkünstler Christian Jankowski.

Pavillon als Lieblingsort

Als grösster Publikumsmagnet erwies sich die schwimmende Holzplattform im Zürcher Seebecken. Die von ETH-Architektur-Studentinnen und -Studenten designte Plattform fungierte gleichzeitig als Badi, Bar und Knotenpunkt der Manifesta. «Alle haben ihn lieb gewonnen», sagte Peter Haerle, Kulturdirektor der Stadt. Nach der Manifesta wird der Treffpunkt während des Zurich Film Festivals (ZFF) weiter genutzt.

Gut besucht waren auch die Ausstellungen im Helmhaus und auf dem Löwenbräu-Areal, wo Mike Bouchet mit seiner übelriechenden Klärschlamm-Skulptur aus den Ausscheidungen der Zürcher Bevölkerung von sich reden machte.

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Die Manifesta - Was wir für Geld tun

28 min, aus Kulturplatz vom 15.6.2016