Simon Stocker – AL: Ein Junger, der sich für Ältere stark macht

Der Stadtrat, der sich unter anderem um die Altersheime kümmert, ist mit 35 Jahren ausgerechnet der jüngste in der Regierung: Sozialreferent Simon Stocker. Er wurde vor vier Jahren als Aussenseiter gewählt, hat sich aber im Amt etabliert.

  • Politisches Amt: Sozial- und Sicherheitsreferent
  • Alter: 35 Jahre
  • Politisch aktiv seit: 2007
  • Partei: AL
  • Erlernter Beruf: Soziologe
  • Zivilstand: ledig

Dass Stocker der Alternativen Liste angehört, merkt man ihm im Amt nicht unbedingt an. So setzte er sich als Sicherheitsreferent beispielsweise für den Ausbau der Videoüberwachung in der Stadt ein. Oder er zog sich den Zorn der Umweltschützer zu, weil er wieder mehr Motorboote auf dem Rhein zulassen wollte.

Ein Stadtrat für Jung und Alt

Schweizweit Beachtung fanden seine Quartierspaziergänge: Dabei nimmt er die Anliegen und Verbesserungswünsche der ältesten Bevölkerungsgruppe entgegen, indem er Menschen auf einem Spaziergang durchs Quartier begleitet und sich zum Beispiel auf bauliche Probleme aufmerksam machen lässt. Auch die Jugend soll nicht zu kurz kommen: So hat er eben erst ein Jugendforum lanciert, wo sich Vertreter von Jugendorganisationen und Behörden austauschen können. Auch ein Spielmobil, das regelmässig durch die Stadt tourt, hat Stocker ins Leben gerufen.

Kritik musste er einstecken in der sogenannten Altersheimaffäre: Im Altersheim am Kirchhofplatz verschwanden unter anderem eine wertvolle Uhr und eine Münzsammlung. Der Heimleiter wurde wegbefördert. In den Augen bürgerlicher Parlamentarier hat Stocker hier aber zu zögerlich reagiert und schlecht kommuniziert.