SNB gibt Kanton und Stadt Zürich den Laufpass

Der Kanton und die Stadt Zürich müssen sich von ihren Konten bei der Schweizerischen Nationalbank verabschieden. Diese hatte bei einer Überprüfung ihrer Kunden nach Einführung der Negativzinsen festgestellt, dass sie gemäss Nationalbankgesetz gar keine Kantone oder Städte als Kunden haben darf.

Fassade der Schweizerischen Nationalbank

Bildlegende: Wir müssen leider draussen bleiben: Der Kanton und die Stadt Zürich sind bei der SNB als Kunden nicht mehr erwünscht. Keystone

Nach der Einführung der Negativzinsen überprüfte die Schweizerische Nationalbank den Kreis der Girokonten-Inhaber, die nicht den Negativzinsen unterstellt sind. Im Zuge dieser Recherchen stiess sie auf drei Konten der Kanton Genf, Zürich und der Stadt Zürich.

Konten, die sie eigentlich nicht mehr führen dürfte:«Bis jetzt hat sich einfach niemand gross dafür interessiert», sagte eine Sprecherin der SNB auf Anfrage des «Regionaljournals». Tatsache ist aber, dass das Nationalbankgesetz von 2003 keine Städte oder Kantone als Kunden zulässt. Die SNB löst die Konten deshalb per Ende Juli auf.

Neue Lösung suchen

Stadt und Kanton Zürich hatten bis jetzt ihre Tageseinnahmen, zum Beispiel der VBZ oder des ZVV, auf ihre Konten bei der SNB eingezahlt.

Sowohl bei der Finanzdirektion des Kantons als auch im Finanzdepartement der Stadt Zürich bedauert man den Entscheid der SNB. Beide müssen nun bei einer anderen Bank nach einer Lösung suchen.