Soja-Stau bringt «äussere Nordumfahrung» wieder aufs Tapet

Nach dem rekordverdächtigen Stau wegen einer Ladung Sojabohnen fordern bürgerliche Politiker wieder einmal eine Alternative zum Gubrist. Sie wärmen die Autobahn-Pläne durchs Zürcher Unterland wieder auf. Auf linker Seite hat man kein Verständnis dafür.

Stau auf einer Autobahn

Bildlegende: Die «äussere Nordumfahrung» durchs Zürcher Unterland soll Staus verhindern. Keystone

Eine Autobahn, die auf direktem Weg von Winterthur nach Wettingen führt. Diese Pläne einer «äusseren Nordumfahrung» geistern seit rund zehn Jahren durch die Köpfe bürgerlicher Verkehrspolitiker im Kanton Zürich. Die Idee ist auch im Richtplan eingetragen.

Nach dem 25 Kilometer langen Stau wegen eines Soja-Lastwagens, der seine Ladung verloren hat, fordert CVP-Kantonsrat Josef Wiederkehr von der Kantonsregierung, mit den Verantwortlichen beim Bund zusammenzusitzen und die Möglichkeiten dieser Nordumfahrung genau anzuschauen. «Dieser Stau war zwar aussergewöhnlich, aber Stau ist ein Dauerzustand bei uns. Bund und Kanton müssen Optionen andenken, um unsere Region zu entlasten», sagt der Dietiker.

«Eine Totgeburt»

Für Ruedi Lais, SP-Kantonsrat und Präsident der Verkehrskommission, ist die Forderung nach einer «äusseren Nordumfahrung» ein Witz. Der Bund wolle diese Strasse nicht, ohne den Bund könne man in der Schweiz aber keine Autobahn bauen: «Die äussere Nordumfahrung ist eine Totgeburt, sie wird nie realisiert werden.»

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