Sparprogramm: Winterthur erhöht Steuern und baut Stellen ab

Um die Finanzen der Stadt zu sanieren, will der Winterthurer Stadtrat den Steuerfuss um fünf Prozent erhöhen. Ausserdem soll der Kanton mithelfen, das Winterthurer Budget auszugleichen.

Es brauche eine unpopuläre Massnahme, um den städtischen Haushalt wieder ins Lot zu bringen, schreibt der Winterthurer Stadtrat. Der Steuerfuss soll um fünf Prozentpunkte auf 127 Prozent steigen. Über diese Erhöhung muss nun das Parlament entscheiden.

«Wir haben lange mit dieser Erhöhung gerungen», sagt Stadtpräsident Michael Künzle gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Für 90 Prozent der Steuerzahler bedeute die Erhöhung allerhöchstens 300 Franken mehr Steuern im Jahr.

Stellenabbau in der Verwaltung

Im Mai hatte der Stadtrat das Sparprogramm «effort 14+» gestartet. Damals sprach Finanzvorsteherin Yvonne Beutler von einem Loch in der Stadtkasse von 55 Millionen Franken. Mittlerweile ist klar: Es sind sogar 62 Millionen. Deshalb will der Stadtrat weiter sparen.

Besonders hart trifft es das Stadtpersonal: 38 Stellen werden gestrichen. Möglichst viele sollen über natürliche Fluktuationen aufgefangen werden.

Wegen des hohen Fehlbetrags möchte der Winterthurer Stadtrat, dass der Kanton Zürich «im Sinne einer Notmassnahme» die Stadt mit mindestens drei Millionen Franken unterstützt.

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