Spital Männedorf: Auf gutem Weg zu einer Lösung der Konflikte

Massenhaft Kündigungen, Angestellte, die wie Verbrecher aus dem Spital abgeführt werden - im Spital Männedorf eskalierte der Konflikt zwischen Personal und Spitalleitung Anfang Jahr. Nun sprechen aber alle von einer Verbesserung - einer gemeinsamen Arbeitsgruppe und Abfindungen sei Dank.

Es seien Fehler passiert. «Unruhe entsteht nicht da, wo alles optimal läuft», räumt Beatrix Frey-Eigenmann, Verwaltungsratspräsidentin des Spitals Männedorf, ein. Das Spital sei mehr Wettbewerbsdruck ausgesetzt, die Rahmenbedingungen hätten sich verändert - und diese Veränderungen seien nicht optimal kommuniziert worden, sagt Beatrix Frey.

Als Folge dieser Kommunikationsprobleme kam es zu Unruhe im Spital, Negativschlagzeilen in den Medien und zum Rücktritt des Spitaldirektors (siehe Link).

Kommunikation verbessert

Nun sei man aber auf gutem Weg zur Besserung. Im Spital gibt es neu eine Arbeitsgruppe, in der sich  Interimsdirektor und Vertreter des Pflegepersonals austauschen. «Wir konnten alle Beschwerden besprechen», bestätigt auch Daniela Ragonesi vom Verband des Pflegepersonals. «Wir sind zuversichtlich, dass die Entwicklung in eine gute Richtung geht.»

Und auch mit jenen Pflegefachleuten, welche die Kündigung erhalten haben, hat das Spital eine «einvernehmliche Lösung» gefunden. Sie erhalten eine Abfindung. Details dazu gibt das Spital nicht bekannt.

Die Zahlen 2012

Im Spital Männedorf sind 2012 knapp 36'000 Patientinnen und Patienten behandelt worden - rund 3 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Spitalleitung erklärt den Rückgang mit der neuen Spitalfinanzierung und der Verlagerung zu ambulanten Behandlungen. Das Spital machte einen Gewinn von 528'000 Franken bei einem Umsatz von 96,1 Millionen.