Stadtratswahlen in Zürich: Weniger Geld für den zweiten Wahlgang

Wer zahlt wie viel für den Stadtrats-Wahlkampf? Die AL legt ihre Zahlen offen und verlangt gleiches von der FDP. Diese will keine Details publizieren. Klar ist aber: Für den zweiten Wahlgang hat die FDP weniger Geld budgetiert als die AL.

Im ersten Wahlgang sah noch alles anders aus: Während die FDP rund 200'000 Franken einsetzte, um ihrem Kandidaten Marco Camin in den Stadtrat zu verhelfen, gab die Alternative Liste dreimal weniger aus, nämlich 72'000 Franken. Für den zweiten Wahlgang sind die Vorzeichen nun umgekehrt: Die FDP will für den zweiten Wahlgang nur noch 50'000 Franken ausgeben - dies im Hinblick auf die Gesamterneuerungswahlen im nächsten Jahr. Man wolle dafür die Reserven schonen, erklärt FDP-Präsident Michael Baumer die finanzielle Situation.

AL setzt auf «Crowd-Funding»

Für den Wahlkampf muss die FDP selber aufkommen. Zwar unterstützt die SVP den offiziellen Kandidaten der FDP, Marco Camin, weiterhin. Diese Unterstützung erstrecke sich aber nicht auf finanzielle Zuwendungen, sagte SVP-Präsident Roger Liebi auf Anfrage des «Regionaljournals». Die AL hingegen will für den zweiten Wahlgang noch einmal 70'000 Franken aufwerfen. Das Geld will die Partei mit «Crowd-Funding» zusammenbringen, also mit Spenden via Internet. Schon jetzt habe man mit dieser Methode 30'000 Franken gesammelt, heisst es bei der AL.