Stadtzürcher FDP will Kultur auf Sparflamme

Im September präsentierte die Stadt Zürich ihren Budgetentwurf für das kommende Jahr 2015. Noch vor der vorweihnächtlichen Budgetdebatte legt nun die Stadtzürcher FDP ein ganzes Bündel an Vorstössen und Massnahmen für die nächsten drei Jahre vor.

Eine Frau liegt am Boden und spricht in ein Mikrofon, ein Mann sitzt erschöpft auf einem Stuhl.

Bildlegende: Das Theater Neumarkt scheint am Boden zu sein: das suggerieren die Vorstösse der FDP. Im Bild: «Die Nackten kleiden»... Keystone

Rote Zahlen und keine höheren Steuern: So präsentierte die Stadt Zürich ihren Budgetentwurf, der ein Defizit von 150 Millionen Franken vorsieht. Bis 2017 will die Stadt jedoch schwarze Zahlen schreiben. Das reicht der FDP nicht, weswegen sie insbesondere im Kulturbereich und bei der Gleichstellung sparen will.

Theater Neumarkt im Fokus

Die FDP will den Sparhebel insbesondere bei der Kultur ansetzen. Die Partei fordert, dass die Stadt 10 Prozent der kulturellen Subventionen kürzt. Falls sich die Defizite mehren würden, fordert sie eine Kürzung von 20 Prozent.

Ein eigener Vorstoss betrifft das Theater Neumarkt: Dieses habe einen starken Publikumsschwund zu verzeichnen und versuche mit billigen Billettpreisen, Gäste ins Theater zu locken. Die FDP hinterfragt diese Praxis und fordert Transparenz, wie die städtische Unterstützung für das Theater in Zukunft erfolgen soll.

Sparen bei der Gleichstellung

Weiter kritisiert die FDP das Gleichstellungsbüro der Stadt, insbesondere Aktivitäten, die sich explizit an Männer richten, etwa die «Väterlunches». Diese werden vom Gleichstellungsbüro veranstaltet. Auch stellt die FDP die 650 Stellenprozente, über die das Gleichstellungsbüro verfügt, grundsätzlich in Frage - gar die Existenz des Büros selber. Hier sehe sie ein grosses Sparpotential.