Startschuss für neue «Sicherheits-Hochschule»

Seit zehn Jahren möchte die Stadt Zürich alle Blaulichtorganisationen in einem grossen, modernen Zentrum ausbilden. Am Mittwochabend hat das Parlament, der Gemeinderat, den Weg dazu geebnet. Und das einstimmig, obwohl der Neu- und Umbau teuer wird.

Feuerwehr und Sanität gemeinsam an einer Rettungsübung im Ausbildungszentrum der Stadt Zürich in Opfikon.

Bildlegende: Was im Alltag häufig vorkommt, soll auch regelmässig geübt werden können: Feuerwehr und Sanität in einer Schulung. ZVG Stadt Zürich/Rettungsberufe

Polizei, Feuerwehr, Rettungssanitäter und Zivilschutz: Sie alle müssen im Ernstfall gut zusammenarbeiten. Deshalb erachten es der Zürcher Stadt- und Gemeinderat als sinnvoll, wenn sie es schon in der Aus- und Weiterbildung häufiger miteinander zu tun bekommen. Mit einem Umbau des bestehenden Ausbildungszentrums Rohwiesen in Opfikon und einem angrenzenden Neubau wird das möglich. Und dafür sind auch die Bürgerlichen und Grünliberalen bereit, tief in die Tasche zu greifen.

Die Zeit ist reif

Der Stadtrat schätzt die Kosten für die Erweiterung und Sanierung des Zentrums Rohwiesen auf 102 Millionen Franken. Am Mittwochabend bewilligte der Gemeinderat aber erst einmal 9,4 Millionen Franken für den Projektierungskredit.

Hochbauvorsteher André Odermatt (SP) sprach trotzdem von einem «Meilenstein» und Polizeivorsteher Richard Wolff (AL) von einem «historischen Moment». Der Stadtrat verfolgt die Idee eines gemeinsamen Ausbildungszentrums für alle Blaulichtorganisationen nämlich bereits seit zehn Jahren.