Neues Leben in alten Mauern Statt Stahlguss kommt nun Goldschmuck aus dem Mühlental

Auf dem Areal der früheren Stahlgiesserei in Schaffhausen kehrt neues Leben ein. Die Luxusschmuck-Herstellerin Furrer-Jacot hat sich dort angesiedelt. Der Umzug erfolgte aus wirtschaftlichen Gründen. Das Mühlental passe aber trotz seiner Vergangenheit als Ort der Schwerindustrie gut zum Unternehmen.

Furrer-Jacot feiert bald ihr 160-jähriges Bestehen. Sie blickt aber auf schwierige Zeiten zurück. Die Frankenstärke macht ihr zu schaffen, die Zahl der Arbeitsplätze wurde in den letzten Jahren halbiert. Rund 50 Leute arbeiten heute noch für Furrer-Jacot. Die meisten von ihnen in der Produktion in Schaffhausen.

«Wir verarbeiten auch Metall»

Walter Häusermann, Chef und Inhaber von Furrer-Jacot, entschied sich für den Umzug: Den grösseren Sitz im Emmersberg-Quartier gab er auf und zog mit der ganzen Firma in den sogenannten Moserbau, einem Verwaltungsgebäude der ehemaligen GF-Stahlgiesserei. Hier war bis vor rund 30 Jahren die Schaffhauser Schwerindustrie angesiedelt. Der Standort scheint auf den ersten Blick nicht so recht zur Produktion filigraner Eheringe zu passen. Doch Häusermann schwärmt: «Das Mühlental stand schon immer für Handwerk, Innovation und Design. Deshalb passt es sehr gut zu Furrer-Jacot. Wir verarbeiten auch Metall – einfach auf einem anderen Niveau.»

Alles Einzelanfertigungen

An der Ausrichtung der Schaffhauser Traditionsfirma ändert der Umzug nicht viel. Furrer-Jacot will weiterhin in der Topliga der Schmuckproduzenten mitspielen und sich durch Qualität und Service von der Konkurrenz abheben. So preist sich Furrer-Jacot als weltweit einzige Schmuckmanufaktur an, die eine lebenslange Garantie auf ihre Produkte gibt. Diese werden weiterhin von Hand im Schaffhauser Atelier als Einzelstücke angefertigt.