Steuererhöhungen bleiben in Winterthur ein Thema

Nach einer langen und gehässigen Debatte hat der Gemeinderat Winterthur die beantragte Steuererhöhung des Stadtrates abgelehnt. Stadträtin und Finanzvorsteherin Yvonne Beutler ist jedoch überzeugt, dass das Thema Steuererhöhung die städtische Politik auch im nächsten Jahr beschäftigt.

Im Januar muss Yvonne Beutler schon mit der Ausarbeitung des Budgets 2015 beginnen. Da die finanziellen Perspektiven schlecht bleiben, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Sparen oder die Steuern erhöhen, sagt Yvonne Beutler.

Sparen könne man nur noch in Bereichen, die bisher bewusst verschont wurden. Beispielsweise müsste die Frühförderung gestrichen und die Schulklassen vergrössert werden. Weitere Einsparungen gäbe es möglicherweise bei den Beihilfen für AHV- und IV-Bezüger, warnt Beutler. «Da müssen sich dann schon alle fragen, ob wir das wollen».

Yvonne Beutler hofft, dass ein erneuter Antrag auf eine Steuererhöhung in einem Jahr bessere Chancen hätte. «Dann stehen nicht mehr Wahlen bevor, dann kann man eine solche Erhöhung vielleicht mit mehr Ruhe und mehr Distanz diskutieren», meinte die Stadträtin im Interview.