Steuerknatsch mit der EU macht Schaffhausen zu schaffen

Viele Firmen im Kanton Schaffhausen geniessen heute noch Steuerprivilegien, die künftig von der EU wahrscheinlich nicht mehr akzeptiert werden. Der Kanton rechnet mit einem hohen Einnahmenverlust und präsentiert Alternativen, um den Verlust abzufangen.

Bald sprudeln am Rheinfall weniger Steuern, befürchtet der Regierungsrat

Bildlegende: Bald sprudeln am Rheinfall weniger Steuern, befürchtet der Regierungsrat Keystone

Für den Kanton Schaffhausen steht viel auf dem Spiel. Von einer Abschaffung seines besonderen Steuerstatus wären 167 Holdinggesellschaften und 194 Gemischte Gesellschaften betroffen. Im Jahr 2011 zahlten diese rund 28 Prozent der kantonalen Gewinnsteuer sowie 33 Prozent der kantonalen Kapitalsteuer. Gefährdet sind zudem ein grosser Anteil der Quellensteuern, aber auch rund 3000 Arbeitsplätze.

«Egal, was kommt, es wird nicht schön»

«Egal welche Lösung kommt, sie wird nicht schön sein,» sagte Finanzdirektorin Rosmarie Widmer Gysel (SVP) am Mittwoch vor den Medien, «aber nichts tun, wäre die schlechteste Lösung.»

Die Regierung will nun dagegen halten und eine Alternative zum heutigen Modell bieten, um so das Steuersubstrat möglichst zu erhalten. Geplant ist eine Innovationsbox, die Forschung und Entwicklung steuerlich bevorzugt. Die neuen Sonderregelungen sollen international akzeptiert sein.