Steuerprivilegien für das Zürcher Oberland

Der Bundesrat fördert das Zürcher Oberland und erlaubt dort umstrittene Steuererleichterungen für Firmen. Bis anhin profitierten davon nur strukturschwache Regionen, wie beispielsweise das Emmental oder die Alpentäler.

Blick über das Nebelmeer im Zürcher Oberland.

Bildlegende: Schöne Aussichten für das Zürcher Oberland. Keystone

Jürg Neff ist überglücklich. Vom Entscheid des Bundesrates könne das Zürcher Oberland nur profitieren, ist der Leiter der regionalen Standortförderung überzeugt: «Das ist eine Art Ostergeschenk, das wir da empfangen haben».

Neu zählt das Zürcher Oberland also zu den Regionen, die nach Meinung der Landesregierung, speziell gefördert werden müssen. Neu dürfen die regionalen Zentren Dürnten und Rüti mit Steuererleichterungen Firmen anlocken.

Neuer Schub für die Wirtschaft

Von diesen zusätzlichen Möglichkeiten erhofft sich Jürg Neff neuen Schub für die Wirtschaft: «Für Gemeinden mit hohem Steuerfuss ist diese neue Regelung ein wichtiger Standortvorteil». Dabei hofft Neff, dass mit dem Steuerrabatt nicht nur Firmen neu ins Zürcher Oberland gelockt werden können, sondern dass man so auch die Abwanderung von Unternehmen verhindern kann.

Bis anhin hat der Bundesrat nur strukturschwachen Regionen in den Alpentäler oder dem Jura solche Steuerprivilegien erlaubt. Neu zählt auch das Zürcher Oberland dazu. Obwohl: Standortförderer Jürg Neff würde das Wort «strukturschwach» nicht in den Mund nehmen. Die Unterstützung aus Bern sei dennoch höchst willkommen.