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Streit um Kirchenhäuser Der Stadtverband will die Wogen glätten

Darum gehts: Bis jetzt kümmerten sich 34 Kirchenpflegen aus Zürich und Oberengstringen um die rund 200 Liegenschaften der reformierten Kirche. Mit der Einheitsgemeinde ab Anfang 2019 wird dies der Stadtverband übernehmen.

Das will der Stadtverband: Geplant ist eine professionelle Liegenschaftenverwaltung. Ausserdem soll sich die Kirche «grundsätzlich am System der Marktmiete orientieren». So steht es im Leitbild des Stadtverbands der reformierten Kirche.

Das Ziel: Mit den Erträgen aus den Liegenschaften, welche die Kirche nicht mehr benötigt, soll der Unterhalt der teuren Kirchen sichergestellt werden. In Zeiten des Mitgliederschwunds sei dies eine Notwendigkeit, argumentiert der Stadtverband.

Das sagen die Kritiker: Mitglieder von Kirchenpflegen und weitere Angehörige der reformierten Kirche wollen diese Neuausrichtung nicht hinnehmen. Sie finden, die Kirche könne sich nicht dem Profit verschreiben. Sie fordern eine externe Überprüfung der Strategie. Konkret soll geprüft werden, ob die Liegenschaftenverwaltung ausgelagert werden könnte und ob Liegenschaften, welche die Kirche nicht mehr benötigt, abgegeben werden können – zum Beispiel an Genossenschaften.

So geht es weiter: Der Stadtverband wehrt sich gegen den Vorwurf, er wolle mit den Liegenschaften den Gewinn maximieren. Trotzem gehe man auf die Forderungen ein und werde die Überprüfung durchführen lassen, sagt Präsident Andreas Hurter auf Anfrage des «Regionaljournals». Der Stadtverband hofft, dass er damit Vertrauen zurückgewinnen und für Klarheit sorgen kann. Ob ihm dies gelingt, wird sich an der nächsten Sitzung der Zentralkirchenpflege zeigen. Sie findet am 28. März statt.