Streitfall Stefanini-Stiftung: Parteien begraben das Kriegsbeil

Die Vermittlung der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht hat gewirkt: Die Kinder des Stifters und der Stiftungsrat sistieren alle hängigen Verfahren und wollen gemeinsam einen Weg in die Zukunft finden.

Fotografie der Webseite der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte

Bildlegende: Reden statt Prozessieren: Die Vermittlung der Stiftungsaufsicht hat Bewegung in die verhärteten Fronten gebracht. SRF

Der aktuelle Stiftungsrat der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte und die Kinder von Bruno Stefanini haben sich in den letzten Wochen nichts geschenkt und sich gegenseitig mit Vorwürfen überhäuft. Nach dem Gespräch unter der Moderation der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht am Donnerstag tönt es nun ganz anders. Die Parteien hätten «ein offenes und konstruktives Gespräch geführt», teilen beide Seiten mit.

Gemeinsam in die Zukunft

Sie seien übereingekommen, «die Sistierung der laufenden Urkundeänderungs- und Beschwerdeverfahren zu beantragen». In einer Woche wollen sie sich wieder treffen und einvernehmlich einen neuen Stiftungsrat zusammenstellen, der die Stiftung in Zukunft führen soll.

Entzündet hatte sich der Streit an einem Verfahren zur Änderung der Stiftungsurkunde, das der heutige Stiftungsrat eingeleitet hatte. Mit der Änderung wollte die Führung der Stiftung erreichen, dass der Stiftungsrat nicht von den Kindern von Bruno Stefanini im Alleingang bestellt werden kann. Dagegen wehrte sich Bettina Stefanini, die Tochter des Stifters mit allen Mitteln. Nun haben die Parteien das Kriegsbeil begraben.