Stürmische Debatte zur Windenergie im Schaffhauser Kantonsrat

Das Engagement des Schaffhauser Elektrizitätswerkes EKS für die Windenergie geht bürgerlichen Parlamentariern zu weit. Sie nahmen den Geschäftsbericht des EKS zum Anlass, um ihrem Unmut Luft zu machen. SP und Grünliberale hielten dagegen.

Windräder überragen Wiesen und Wälder vor einem wolkenreichen Himmel

Bildlegende: Wie auf dem Mont-Croisin soll es auf dem Chroobach bei Hemishofen dereinst nicht aussehen, wenn es nach der SVP geht. Keystone

Vor allem die Pläne des EKS für vier grosse Windräder auf dem Chroobach bei Hemishofen sind der SVP ein Dorn im Auge. Sie spricht von einer Zerstörung des Landschaftbildes, die man verhindern müsse. Sie brachte aber auch das Windrad «Hans» wieder auf's Tapet, das bisher mehr schlecht als recht funktioniert hat. Das koste mehr, als man damit je verdienen könne, kritisierte zum Beispiel SVP-Kantonsrat Samuel Erb.

Sich den Herausforderungen stellen

Der zuständige Regierungsrat Reto Dubach widersprach. Wer in neue Technologien investiere, müsse auch einmal etwas riskieren, verteidigte er das Engagement des EKS. Den Steuerzahler koste dies keinen Rappen – im Gegenteil: Die Gesellschaft liefere dem Kanton jedes Jahr viel Geld ab.

Hinter das EKS stellten sich auch die SP und die Grünliberalen. Es gehe darum, Probleme zu lösen. Keiner stelle freiwillig ein Windrad auf einen Hügelzug. «Es geht nicht darum, ob wir das wollen, sondern darum, ob wir das allenfalls müssen», erklärte zum Beispiel Andreas Frei von der SP.