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Zürich Schaffhausen Super-Sommer: Der Kopf des Bööggs ist nach 7'23'' weg

Dank viel Brandbeschleuniger hat der nasse Böögg nur kurze Zeit auf dem Scheiterhaufen überlebt. Schon nach 7 Minuten und 23 Sekunden explodierte der Kopf des riesigen Schneemanns. Das verspricht einen wunderbaren Sommer 2014.

Legende: Video Die letzten 90 Sekunden im Leben des Böögg 2014 abspielen. Laufzeit 01:37 Minuten.
Aus News-Clip vom 28.04.2014.

Wenn es nach dem Zürcher Böögg geht, wird der Sommer 2014 prächtig: Schon nach 7 Minuten und 23 Sekunden explodierte der Kopf des Riesenschneemanns. Dieser Augenblick ist jeweils der Höhepunkt des traditionellen Zürcher Frühlingsfestes Sechseläuten.

Der Augenblick, in dem es den Kopf des 3,40 Meter hohen Schneemanns auf dem 13 Meter hohen Scheiterhaufen zerreisst, ist entscheidend: Je länger es dauert vom Entzünden des Scheiterhaufens bis zum grossen Knall, desto schlechter wird gemäss Volksweisheit der Sommer.

Die Vorhersage war umso tröstlicher, als sich das Zürcher Wetter zum Frühlingsfest von seiner garstigen Seite zeigte. Darauf verlassen, kann man sich allerdings nicht. Das Talent des Bööggs als Wetterfrosch lässt nämlich zu wünschen übrig. Die Erfahrung zeigt, dass er sich meistens irrt.

Böögg-Prognose stimmt selten

Im letzten Jahr etwa liess die Dauer von 35 Minuten und 11 Sekunden nichts Gutes erwarten – der Sommer wurde dennoch sonnig und warm. Umgekehrt 2012: Der Bööggen-Kopf explodierte nach 12 Minuten und 7 Sekunden, ein passabler Sommer war angesagt – er war dann weitgehend verregnet.

Einzig 2003 stimmte die Prognose: Nach 5 Minuten und 42 Sekunden explodierte der Kopf – es folgte der «Jahrhundertsommer». Erst ein einziges Mal bisher, 1923, regnete es so heftig, dass der Böögg nicht verbrennen wollte.

Am schnellsten explodierte der Böögg laut Statistik 1956, damals überlebte er die Flammen nicht einmal 4 Minuten.

Böögg-Statistik

Böögg-Statistik
JahrZeit
20147 Min. 23 Sek.
201335 Min. 11 Sek.
201212 Min. 07 Sek.
201110 Min. 56 Sek.
201012 Min. 54 Sek.
200912 Min. 55 Sek.
200826 Min. 01 Sek.
2007
12 Min. 09 Sek.
200610 Min. 28 Sek.
200517 Min. 52 Sek.
200411 Min. 42 Sek.
20035 Min. 42 Sek.
200212 Min. 24 Sek.
200126 Min. 23 Sek.
200016 Min. 45 Sek.
1999
23 Min. 52 Sek.
199810 Min. 13 Sek.
19977 Min. 30 Sek.
19968 Min.
19955 Min. 51 Sek.
199421 Min. 55 Sek.
199323 Min. 30 Sek.
199210 Min. 13 Sek.
199112 Min.
199010 Min. 30 Sek.
198924 Min.
198840 Min.
198717 Min.
198614 Min.
198524 Min.
198422 Min.
198324 Min. 20 Sek.
198213 Min.
198114 Min. 10 Sek.
198017 Min.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von L. Duene, Mundo
    Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Sommerbeschleuniger.
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  • Kommentar von Remo Nydegger, Zürich
    Als ein in Zürich lebender Auswärtiger frage ich mich schon seit Jahren: was soll daran bitteschön ein Volksfest sein? Die oberen 10'000 mögen dieses Fest ja noch toll finden, aber der Rest? Alle Zürcher die ich kenne machen sich jeweils einfach einen schönen Tag aber an diesen Anlass geht kaum jemand und es scheint sich auch nicht wirklich jemand dafür zu interessieren. Obs am popeligen Namen des Hauptprotagonisten liegt?
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    1. Antwort von H.P. Müller, Zürich
      Vielleicht kennen Sie halt einfach keine richtigen Zürcher? Wir RICHTIGEN Zürcher freuen uns nämlich über dieses Fest und interessieren uns sehr dafür! Wir sind auch jeweils gespannt, wie lange es dauert, bis es den Böögg vertätscht! Ob Sie den Namen popelig finden oder nicht, ist für uns völlig irrelevant! Als Auswärtiger können Sie anscheinend nicht verstehen, um was es eigentlich geht. Oder wollen Sie einfach nicht? Schade, denn es entgeht ihnen viel Freude und Spass... Kein oberer 10'000 ;-)
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  • Kommentar von Hannes Roth, Wahlen
    Als jahrelangen Fans hoffen wir ,das es Dank Brandbeschleuniger ein schöner Sommer wird unsere Weiss Weinflasche war in 41.42 Minuten leer.Wir waren entäuscht.
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