Swiss mit Gewinneinbruch: Was heisst das für Zürich?

Die Swiss hat im ersten halben Jahr gut einen Viertel weniger Gewinn erwirtschaftet. Die Folge: Die Swiss muss weiter sparen. Dennoch dürfte es in Zürich keinen grösseren Stellenabbau geben.

Ein Flugzeug im Sinkflug im Abendrot.

Bildlegende: Die Swiss im Sinkflug? Umsatz und Gewinn waren im ersten Halbjahr rückläufig. Keystone

«Regionaljournal ZH SH»: Der Umsatz der Swiss ging im ersten halben Jahr nur wenig zurück, der Gewinn ist jedoch eingebrochen: Weshalb?

Wirtschaftsredaktorin Susanne Giger: Die Swiss nennt den starken Franken als Hauptfaktor. Wegen des starken Frankens verzeichnete die Swiss weniger Geschäfts- und Privatkunden. Und die Konkurrenz drückte die Ticketpreise.

Die Swiss betont, der hohe Gewinneinbruch sei erklärbar. Wie?

Die Swiss hat letztes Jahr im ersten Semester einen aussergewöhnlich hohen Gewinn gemacht. Sie hat nämlich einen neuen Gesamtarbeitsvertrag mit Kabinen- und Cockpit-Personal abgeschlossen. Dabei gab es Veränderungen bei den Pensionskassengeldern. Einen Teil des Geldes, das die Swiss dafür zurückgestellt hatte, konnte freigegeben werden, und dies führte zu einem höheren Gewinn im letzten Jahr. Der Gewinneinbruch lässt sich damit erklären. Aber: auch ohne diesen Sondereffekt hätte die Swiss wohl weniger Geld verdient.

Umsatz und Gewinn schwächeln, die Prognosen sind auch nicht rosig: Was heisst das nun für die Angestellten in Zürich?

Hier hält sich die Swiss bedeckt. CEO Thomas Klühr betonte heute einzig, dass die Swiss noch enger mit dem Mutterkonzern Lufthansa zusammenarbeiten müsse. Klar ist: Die Swiss wird noch mehr sparen, indem sie zum Beispiel Abläufe noch stärker automatisiert. Das kann zum Abbau einzelner Stellen führen. Umgekehrt betonte die Swiss heute erneut, dass sie die Modernisierung vorantreiben und in Zürich Polymechaniker-Lehrlinge ausbilden wolle. Und: Bis Ende 2018 will die Swiss 500 Stellen aufbauen.