Tanzhaus Zürich: neue Impulse dank Neubau

Das Tanzhaus Zürich soll am alten Ort neu aufgebaut werden. Mit dem geplanten Neubau am Limmatufer gibt es 300 Quadratmeter zusätzliche Flächen. Die Verantwortlichen sind froh, wenn das Provisorium ein Ende hat.

Das Neubauprojekt für das Tanzhaus an der Limmat.

Bildlegende: Verbindet Altes und Neues: das Sieger-Projekt von Barozzi/Veiga aus Chur. Visualisierung/zvg

Es war vermutlich ein Funkensprung während Sanierungsarbeiten, der im Oktober 2012 dazu führte, dass die Liegenschaft an der Wasserwerkstrasse 127a fast vollständig niederbrannte. Nun soll am selben Ort ein Ersatzneubau entstehen. Der Zürcher Stadtrat hat grünes Licht gegeben für einen Projektierungskredit von 1,345 Millionen Franken.

Im Projektwettbewerb überzeugte das Projekt «Ariadne» von Barozzi/Veiga aus Chur. Das Projekt gehe sensibel auf das denkmalgeschützte Gebäudeensemble und die Topografie am Limmatufer ein, heisst es in einer Medienmitteilung. Die Baukosten werden auf rund 11,3 Millionen Franken geschätzt. 3,5 Millionen gehen zu Lasten der Gebäudeversicherung. Das Stadtzürcher Parlament wird über einen entsprechenden Objektkredit entscheiden. Spätestens im Herbst 2018 soll der Neubau bezugsbereit sein.

Neue Leitung, zu wenig Geld

Für die Tanz-Szene war der Brand ein herber Schlag. Zwar konnten rasch Ersatzräume gefunden werden, aber die Bedingungen seien nicht ideal, sagt die Leiterin Catja Loepfe: «Der Boden ist zu hart und im Winter ist es recht zugig. Zudem können wir die Räume am Abend und am Wochenende nicht benützen.» Auch kämpfe das Tanzhaus permanent mit finanziellen Sorgen. Catja Loepfe: «Der Brand hat zusätzlich ein Loch ins Budget gerissen, da wir keine Räume mehr vermieten können.» Catja Loepfe hat das Tanzhaus im August übernommen. Mit der Vorgängerin ist es nach dem Brand zu Spannungen gekommen.