Tennisplatz ist nichts Wohltätiges

Die Sanierung des Tennisplatzes, die Beleuchtung des Fussballplatzes, ein Basketballturnier: All das finanzierte die Gemeinde Fehraltorf aus einer Spende, die für wohltätige Zwecke gedacht war. Nun gab es einen Rüffel vom Bezirksrat Pfäffikon.

Der Tennisplatz in Fehraltorf präsentiert sich nun wieder chic - wohltätig war die Sanierung aber nicht.

Bildlegende: Der Tennisplatz in Fehraltorf präsentiert sich nun wieder chic - wohltätig war die Sanierung aber nicht. (Symbolbild) Colourbox

Vor zwanzig Jahren vermachte der religiöse Verein «Freunde des seligen Herrn von Campagne» der Gemeinde Fehraltorf vier Millionen Franken. Bedingung: Das Geld soll ausschliesslich für wohltätige Zwecke verwendet werden.

Der Gemeinderat legte diese Bestimmung offenbar zu grosszügig aus. Er finanzierte daraus ein neues Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof, einen Jugendkeller, ein Basketball-Turnier, eine neue Beleuchtung für den Fussballplatz und auch die Sanierung des Tennisplatzes beglich er aus dieser Spende.

Dagegen hatten drei Bewohner beim Bezirksrat Pfäffikon Einsprache erhoben. Dieser gibt den Beschwerdeführern recht: «Vor allem die Ausgaben für kulturelle und sportliche Zwecke sind nicht als wohltätig zu verstehen», begründet Hans-Rudolf Kocher, der Präsident des Bezirksrats Pfäffikon, den Entscheid.

Projekt für Alterswohnungen okay

Keine Einwände hat der Bezirksrat hingegen zum Projekt für neue Alterswohnungen im Dorfzentrum. Der Gemeinderat möchte auch diese Wohnungen mit der Spende finanzieren. «Dieses Projekt ist im Sinne der Legatsgeber und damit in Ordnung», erklärt Kocher.

Diesen Entscheid nimmt Gemeindepräsident Wilfried Ott erleichtert zur Kenntnis. Der Gemeinderat werde dieses Projekt nun weiter vorantreiben. Die Kritik an den anderen Ausgaben teilt Ott nur zum Teil. «Ausgaben für einen Jugendkeller sind durchaus wohltätig», verteidigt er sich.