Theater Hora: 20 Jahre und gefragt wie nie

Das Zürcher Theater Hora mit seinen geistig behinderten Schauspielerinnen und Schauspielern findet auf der ganzen Welt Beachtung. Nun feiert Hora sein 20-Jahr-Jubiläum.

Szene aus der Hora-Produktion «Paganini und ich».

Bildlegende: Szene aus der Hora-Produktion «Paganini und ich». zvg

Ein umjubelter Auftritt am Berliner Theatertreffen, Aufführungen in ganz Europa, in Brasilien, New York und zuletzt sogar in Südkorea: Das Zürcher Theater Hora ist gefragt wie nie. Seit 20 Jahren gibt es das Ensemble für geistig behinderte Schauspielerinnen und Schauspieler.

Hora-Gründer Michael Elber schaut im Interview mit dem «Regionaljournal» zurück und erklärt, dass er immer an den Erfolg geglaubt und für dieses Ziel gearbeitet habe. «Ich sah die Stärken der geistig behinderten Menschen. Ich habe mich nie für Perfektion interessiert, sondern für die Präsenz und Ausstrahlung, die diese Menschen auf der Bühne haben.» Es sei ihm schon bei der Gründung des Theaters Hora nicht absurd erschienen, dass es auch behinderten Darstellern möglich sei, Theaterpreise zu gewinnen. Der Erfolg des Theaters Hora sei dann Schritt für Schritt gekommen.

Allerdings stiess Michael Elber in den letzten 20 Jahren auch öfter auf Widerstände. «Es gab Heimleiter, die sich weigerten, Leute zu uns zu schicken.» Und auch innerhalb der Theaterszene war und ist die Idee, behinderte Menschen auf die Bühne zu stellen, umstritten.

Für die Zukunft wünscht sich Elber, dass vermehrt auch Schweizer Theaterbühnen das Theater Hora einladen. Derzeit ist es am Internationalen Theaterfestival Okkupation in der Roten Fabrik Zürich zu sehen.