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Tierschützer gegen Jäger Störungen der Jagd nehmen zu

Angesägte Hochsitze, Tierschützer, die die Jagd stören. Die Zürcher Jagdverwaltung beobachtet vermehrt heikle Situationen.

Mann in Jägerkleidung und mit Gewehr steht im Wald auf einem Baumstrunk und hält mit Feldstecher Ausschau
Legende: Störung in Sicht? Die Zürcher Jäger treffen im Wald immer häufiger auf Widerstand. Keystone

Immer häufiger tauchen in den Zürcher Wäldern militante Tierschützer auf und stören die Jagd. Urs Philipp, Chef der Zürcher Fischerei- und Jagdverwaltung, bestätigt diesen Trend gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Es gebe zwar keine detaillierte Statistik, aber: «Die Meldungen, die ich erhalte, deuten auf eine Zunahme solcher Aktivitäten hin.» Ob dies mit der angekündigten Anti-Jagd-Initiative der Tierpartei zusammenhängt, ist nicht klar.

Einerseits würden Tierschützer die Jagd an sich stören, den Jägern also quasi vor die Flinte laufen, andererseits würden auch Hochsitze angesägt. Beides sei sehr gefährlich, warnt Urs Philipp.

Gewehr entladen, Gespräch suchen

Was in solch heiklen Situationen zu tun sei, wird in der Jägerausbildung thematisiert. Der Zürcher Jagdverein hat seine Mitglieder vor der Herbstjagd noch einmal auf die Verhaltensregeln aufmerksam gemacht. «Lassen Sie sich nicht provozieren», fordert er in seinem Rundschreiben. Das Verhalten sei dasselbe, ob eine Reiterin, ein Spaziergänger oder ein Tierschützer die Jagd störe: Gewehr entladen, Gespräch suchen. Und wenn dies nichts nütze: die Störer anzeigen. Denn, den Jagdbetrieb absichtlich zu stören, ist strafbar.

5 Kommentare

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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Den staatlich organisierten Jagdbetrieb zu stören, ist m.E. militant und kopflos. Hingegen darm man den HHeerschaaren von Hobbyjähern aus meiner Sicht gut und gern ihren "Spass" vermiesen.
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  • Kommentar von Andreas Meier (Epikur)
    Leider ein Trend. Rein legale und friedliche Mittel um für die eigene Sache zu werben sind langsam out. Man meint am Bellevue Bratwürste anschreien, Hochsitze ansägen, nackt durch Medienkonferenzen rennen, Brunnen rot färben oder die Europaallee demolieren und ganz grundsätzlich die Grenzen des Anstands und der Gesetze in unserem liberalen Rechtsstaat überschreiten zu müssen. Die Ironie: Diese Leute treten eben jene Gesetze mit Füssen, denen sie selber ihr freies Minderheitendasein verdanken.
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  • Kommentar von R. Good (Good)
    Den Jagbetrieb zu stören, ist strafbar. Man kann sich auch wundern, dass jagen bis 100 Meter von einem Privathaus entfernt und/oder auf privatem Boden (Wald) nicht verboten und strafbar ist. Und das mit dem Gespräch suchen... ein Jäger der FREUNDLICH das Gespräch mit einem Reiter oder Spaziergänger sucht, der ungewollt! die Jagd leicht gestört hat (laut Jäger); so einem Jäger bin ich bisher noch nie begenet... dem Gegenteil jedoch öfters.
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