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Zürich Schaffhausen Tierschützer nicht zufrieden mit neuen Regeln am Sechseläuten

Mit strengeren Regeln haben die Zünfte auf den Unfall am letzten Sechseläuten reagiert, bei dem ein Pferd gestorben ist. Dem Zürcher Tierschutzbund gehen die Neuerungen aber zu wenig weit. Er fordert beispielsweise, dass der Umritt um den Böögg abgeschafft wird.

Ein Bild aus dem Jahr 1965, als Zürcher Zünfte auf Holzpferden um den Böögg gesprungen sind.
Legende: Holzpferde anstelle von echten Pferden: 1965 gab es das schon, wegen der Maul- und Klauenseuche. Keystone

Der Unfall vom vergangenen Jahr hat Konsequenzen: «Wir haben die Regeln verschärft», kündigt Hans Hess, Reiterchef bei der Stadtzunft, an. Im Mittelpunkt stehen vier Massnahmen:

  1. Die Pferde werden von einem Tierarzt kontrolliert.
  2. Während des Umzugs werden die Tiere von mehr Personen betreut.
  3. Die Reiter dürfen nur noch 0,5 Promille Alkohol im Blut haben.
  4. Jeder Reiter muss über ein Brevet verfügen, eine Art Diplom.

«Kindergartenprüfung»

Tierschützer lassen sich jedoch nicht beruhigen. Für den Tierschutzbund Zürich, der den Einsatz der Pferde schon lange kritisiert, ändern die neuen Massnahmen wenig. Die Anforderungen an das Reitbrevet seien minimal. «Das ist eine Kindergartenreitprüfung», kommentiert Präsident York Dittfurth. Grundsätzlich fordert er, dass viel weniger Reiter und Pferde am Sechseläuten dabei sind. Auf den Umritt um den «Böögg» will er vollständig verzichten.

Kampf geht weiter

Am kommenden Montag werde der Tierschutzbund genau beobachten, was mit den Pferden geschehe. Danach wolle er mit juristischen und politischen Mitteln weiter gegen den seiner Ansicht nach tierquälerischen Einsatz der Pferde am Sechseläuten kämpfen, kündigt Dittfurth an.

1 Kommentar

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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Ich freue mich ja drauf, dieses Volksfest dank der Hilfe völlig vergeistigter Organisationen und krankhafter gesellschaftlicher Mechanismen bald ohne Pferde, ohne CO2- und Feinstaub-Ausstoss, sowie nur mit dezibelkoltrollierten Böllern aus Lautsprechern rein virtuell via Freeware-App geniessen zu dürfen. Somit kann man auch die lästigen, den öffentlichen Raum überstrapazierenden Zuschauer -Verzeihung: ZuschauerInnen- zu Hause lassen. Prost, ihr Helden!
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