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Tötungsdelikt in Hemmental Verurteilte Mörderin steht vor Schaffhauser Obergericht

  • Vor einem Jahr verurteilte das Schaffhauser Kantonsgericht die Frau wegen der Ermordung ihres Vaters zu einer Freiheitsstrafe von 16,5 Jahren.
  • Der Staatsanwalt hatte 15 Jahre Freiheitsstrafe verlangt.
  • Die Verteidigung forderte, die Frau sei vom Vorwurf des Mordes freizusprechen. Im Fall einer Verurteilung sei die Tat als Notwehr einzustufen.
  • Die Beschuldigte weist die Vorwürfe zurück.

Der Prozess vor Obergericht

Bei der Befragung vor Obergericht kam nichts Neues zu Tage. Die Beschuldigte blieb bei ihrer Aussage, sie «hätte ihrem Vater kein Haar krümmen können.» Sie habe ein inniges Verhältnis zu ihrem Vater gehabt. Am 13. Dezember haben sie ihren Mann und ihren Vater bei der Messerstecherei voneinander trennen wollen. Den Umstand, dass sie und ihr Mann mitten in der Nacht bei ihren Eltern aufgetaucht waren samt Handschellen und Pfefferspray, tat sie als «blöden Zufall» ab. Sie würde gerne selbst verstehen, was in der Tatnacht passiert sei, sagte die Frau weiter. Ein Urteil wird frühestens morgen erwartet.

Die Tat

Zum Tötungsdelikt kam es am 13. Dezember 2015 im Schaffhauser Ortsteil Hemmental in der Wohnung der Eltern der damals 26-jährigen Beschuldigten.
Was in der Wohnung genau geschah, ist nicht klar. Fest steht, dass am Schluss beide Männer tot und die Mutter mit Handschellen gefesselt waren. Die Beschuldigte sagt, die beiden Männer hätten sich gegenseitig erstochen.

Das Urteil des Kantonsgerichts

55 Messerstiche hatten die Rechtsmediziner an der Leiche des 56-jährigen Mannes festgestellt. Aufgrund der Indizien waren die Kantonsrichter davon überzeugt, dass die Tochter den Vater erstochen hat. Die Richter sprachen von einer gezielten, brutalen und gefühllosen Tat der jungen Frau. Das Kantonsgericht verurteilte sie zu einer Freiheitsstrafe von 16,5 Jahren.

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