«Top of the top ist der Bischof»

Über 500 Samichlauskleider, eine riesige Auswahl an Samichlausbärten, Jutensäcke oder Bischofsstäben- im «Atelier Claire Schärer» im Zürcher Seefeld findet man alles, was es für einen echten Samichlaus braucht. Selbst ein Sündenregister.

Angefangen hat alles in den 60er Jahren mit einem einzigen Samichlauskleid, welches nicht verfügbar war. So war die Gründerin des Kostümverleihs, Claire Schärer, gezwungen ein Samichlauskostüm zu nähen. Später kamen weitere dazu, bis das Ehepaar Schärer eines Tages entschied, voll und ganz auf die Nikolaus-Branche zu setzen.

Vorbereitung ist Trumpf

Dies ist nun über 50 Jahre her. Heute findet man im Kostümatelier Claire Schärer eine breite Auswahl an Samichlauskleidern, Jutensäcken, Glöckchen und falschen Bärten. Diese ergänzen die klassische Auswahl des Kostümverleihs. Aber ein guter Chlaus, der müsse auch üben, sagt die Besitzerin des Kostümverleihs Ursula Wiederkehr, die Tochter von Claire Schärer, gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Ein wirklich guter Chlaus verstelle seine Stimme und verzichte auf gewohnte Bewegungen. «Da muss man sich vorbereiten».

Über 500 verschiedene Chlauskleider findet man im Atelier im Zürcher Seefeld, vom edlen Bischofskostüm bis zur einfachen Kutte. Das Geschäft mit den Nikolaus-Kostümen war früher ein wichtiger Teil des Jahresumsatzes. Heute ist zwar der Nikolaus-Tag nicht mehr so wichtig fürs Geschäft, trotzdem hält Ursula Wiederkehr am Nikolaus-Verleih fest.

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Claire Schärer

10 min, aus Aeschbacher vom 7.6.2012