Totgesagte leben länger: Die KBA Hard wird nicht stillgelegt

Mit verschiedenen Massnahmen soll die umstrittene und unrentable Kehricht-Behandlungs-Anlage (KBA) doch noch Gewinn abwerfen. Das haben die Verantwortlichen des Kläranlagen-Verbandes in Schaffhausen beschlossen. Unter anderem kommt es zu einem Personalabbau.

Die Gärtürme der KBA Hard

Bildlegende: Die KBA Hard funktionierte trotz Mehrkosten in Millionenhöhe nie richtig. zvg

Sie hat Millionen verschlungen und doch nie richtig funktioniert: Die KBA Hard. Trotzdem glaubt die 12-köpfige Verwaltungskommission des Kläranlagen-Verbandes daran, dass die Anlage gerettet, und sogar so weit hergerichtet werden kann, dass sie Gewinn abwirft.

Zum Weitermachen gezwungen

Eine Stillegung der ganzen KBA Hard komme aus finanziellen Gründen nicht in Frage, bestätigt der Schaffhauser Stadtrat und Verbandspräsident Rafael Rohner: «Es gäbe ausserordentliche Abschreibungen, welche die Verbandsgemeinden gar nicht tragen könnten.»

Um die Anlage funktionstüchtig und rentabel zu machen, braucht es aber noch einmal mehrere Millionen Franken. Wieviel es genau kostet, kann Rohner heute noch nicht sagen. Genaue Zahlen sollen allen vier Verbandsgemeinden, Schaffhausen, Neuhausen am Rheinfall, Feuerthalen und Flurlingen, Ende Jahr vorliegen.

Sparen auch beim Personal

Zurzeit ist die Anlage aber noch ein Fass ohne Boden. Allein im letzten Jahr lag das Betriebsdefizit bei über 3,2 Millionen Franken. Inzwischen konnte dies zwar leicht gesenkt werden, trotzdem brauche es noch weitere Massnahmen.

Rafael Rohner bestätigt denn auch einen geplanten Personalabbau: «Die Öffentlichkeit wird noch in diesem Monat informiert.»