Trotz Ticket-Flop: Positive Bilanz nach Leichtathletik-EM

358 Millionen Fernseh-Zuschauer: Das sei «unbezahlbares Standortmarketing» für die Stadt Zürich gewesen, bilanzierte Stadtrat Gerold Lauber.

Rund 150'000 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten die Wettkämpfe Mitte August im Letzigrundstadion.

Mit einer Auslastung von 81 Prozent während der Wettkämpfe am Abend und am Nachmittag, wurden die Ziele im Ticketverkauf «deutlich verfehlt», wie die Veranstalter der Leichtathletik-EM in ihrer Schlussbilanz festhielten. Der Tourismus habe aber stark profitiert. Die Besuchergruppen generierten mehr als 60'000 Übernachtungen und waren damit «eine massgebliche Stütze für den Zürcher Tourismus im verregneten Sommer».

«Unbezahlbares Standortmarketing»

358 Millionen Sportbegeisterte haben die Wettkämpfe am Fernsehen mitverfolgt. Für Stadtrat Gerold Lauber war das «unbezahlbares Standortmarketing». Regierungsrat Mario Fehr doppelte nach, Zürich habe seine Qualitäten als Gastgeber für internationale Sport-Grossveranstaltungen eindrücklich bewiesen.
Das Budget des Anlasses betrug 33 Millionen Franken, das Defizit betrug 3,2 Millionen. Stadt, Kanton und Bund hatten insgesamt 10 Millionen Franken beigesteuert.