Tunnel für Neuhegi Grüze nimmt erste Hürde

Das neue Winterthurer Boomquartier soll mit einer neuen Strasse samt Tunnel mit dem übrigen Strassennetz verbunden werden. Dies entschied der Winterthurer Gemeinderat mit grosser Mehrheit - nur die Grünen waren dagegen.

Seit 15 Jahren diskutiert Winterthur darüber, wie man den neuen Stadtteil am besten an das bestehende Strassennetz anbinden kann. Letztes Jahr präsentierte der Stadtrat die Idee, die Autos durch einen Tunnel fahren zu lassen. Kosten: mindestens 160 Millionen Franken.

Es brauche diese Strasse, sagte die abtretende Bauvorsteherin Pearl Pedergnana (SP) im Gemeinderat - sonst drohe in den Quartieren massiver Mehrverkehr, der dann auch die Stadtbusse verspäten würde. Dem hielten die Grünen entgegen, dass der Mehrverkehr auf der neuen Erschliessungsstrasse noch viel grösser wäre: «Jede neue Strasse bringt mehr Verkehr», sagte Grünen-Fraktionschef Jürg Altwegg.

Frühestens 2028

Eine grosse Mehrheit des Gemeinderats stimmte aber der Tunnelvariante schliesslich zu. Nun muss sich der Kantonsrat damit befassen, ausserdem kommt das Projekt an die Urne. Dabei dürften die hohen Kosten noch zu reden geben. Eröffnet wird die Strasse frühestens 2028.