Twitterwarnungen vor Grosskontrollen in Zürcher Trams und Bussen

«Heute findet im Raum Oerlikon eine Grosskontrolle statt.» Diese Twittermeldung wird nicht etwa von den Freunden der Schwarzfahrer verbreitet, sondern von den Verkehrsbetrieben Zürich selbst. Die VBZ sehen das als Präventionsmassnahme gegen das Schwarzfahren.

Sehr genau sind die Warnmeldungen nicht, die von der VBZ über Twitter verbreitet werden. Sie nennen nur den Tag und das Gebiet, in dem ein Grossaufgebot von Kundenbetreuern der VBZ auf Schwarzfahrerjagd gehen. «Mit dieser Massnahme wollen wir unsere Fahrgäste auf die Botschaft 'Schwarzfahren lohnt sich nicht' weiter sensibilisieren», heisst es dazu auf der Homepage der der VBZ.

Lautsprecherdurchsagen für die Passagiere

Grosskontrollen werden jeweils im Fahrzeug über Lautsprecher vor der betreffenden Haltestelle angekündigt. Die Fahrgäste werden dabei aufgefordert, ihre Fahrausweise bereit zu halten. Die VBZ schätzen, dass pro Tag 30-40'000 Fahrgäste Tram oder Bus fahren, ohne dass sie einen gültigen Fahrausweis in der Tasche haben. Den VBZ entgehen deshalb jährlich Einnahmen in Millionenhöhe. Mit den Kontrollen wollen die VBZ dafür sorgen, dass die Quote der Schwarzfahrer nicht steigt.

Keine Warnung vor normalen Kontrollen

Einen Teil der Grosskontrollen kündigen die VBZ auch auf ihrer Homepage an. Bis Ende Jahr sind noch zehn solche Kontrollen geplant. Daneben finden täglich Kontrollen in kleinerem Rahmen statt, bei denen zwei bis vier VBZ-Mitarbeiter die Fahrausweise während der Fahrt prüfen. Vor diesen Kontrollen warnen die VBZ nicht.