Umfahrung Eglisau rückt in Reichweite

200 Millionen Franken will der Zürcher Regierungsrat in den nächsten zwei Jahren für den Strassenbau ausgeben. Vor allem bei der Umfahrung Eglisau soll es endlich vorwärtsgehen: Geht alles nach Plan, kann der Bau 2020 beginnen.

Der Verkehr rollt durch Eglisau, am Montag, 30. September 2013. Die Ortsdurchfahrt von Eglisau ist mit rund 22 000 Fahrzeugen täglich belastet.

Bildlegende: Täglich rollen 22'000 Fahrzeuge durch Eglisau. Keystone

Seit Jahrzehnten ist Eglisau durch den Verkehr stark belastet: Täglich rollen Auto- und Lastwagenkolonnen durch das 5000-Seelen Städtchen nahe der deutschen Grenze. Ein geplantes Umfahrungsprojekt kam aus Naturschutzgründen immer wieder ins Stocken – nun soll es einen Schritt vorwärts gehen.

Erstmals ein konkretes Datum

«Wir haben inzwischen sieben neue Linienführungen ausgearbeitet», bestätigt Markus Gerber vom Amt für Verkehr. Diese Linienführungen wurden bereits der ENHK, der eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission, vorgelegt. Nun wartet der Kanton auf deren Gutachten.

Auch zu einem neuen Projekt sind wieder Einwendungen möglich, trotzdem hat der Kanton zum ersten Mal ein konkretes Datum zum Baustart ins Programm gesetzt: In gut vier Jahren, 2020, sollen die Bauarbeiten für die Umfahrung in Eglisau beginnen.

Zusätzlich zur Umfahrung Eglisau möchte der Regierungsrat auch bei anderen Strassenbauprojekten vorwärts machen: Zum Beispiel beim Autobahnzubringer Ottenbach/Obfelden, oder dem Ausbau der Schaffhauserstrasse durch den Bülacher Hardwald. Zu diesen Projekten braucht es noch die Zustimmung des Kantonsrates.