Umfahrung Ottenbach/Obfelden: Das Warten geht weiter

Wegen fünf Einsprachen verzögert sich der Bau des Autobahnzubringers in Ottenbach und Obfelden. Baustart ist jetzt frühestens 2019.

Visualisierung: Bei der Kreuzung Bibelaas in Ottenbach zweigt der A4-Zubringer auf die neue Umfahrungsstrasse Richtung Obfelden ab.

Bildlegende: Die neue Umfahrungsstrasse soll die Gemeinden Ottenbach und Obfelden vom Durchgangsverkehr entlasten Visualisierung Kanton Zürich

Eigentlich hätte der Autobahnzubringer zur A4 im Säuliamt bereits 2009 gebaut sein sollen, die Bevölkerung in Ottenbach und Obfelden muss sich jedoch weiter in Geduld üben. Anstatt 2018, wie zuletzt gesagt, wird es nun mindestens 2019, bis mit dem Bau überhaupt begonnen werden kann.

«Die beiden Gemeinden brauchen leider ziemlich viel Geduld», räumt Thomas Maag von der Zürcher Baudirektion ein. Man hätte zwar jetzt ein gutes, ausgewogenes und fertiges Projekt. Fünf Personen hätten jedoch von ihrem Recht Gebrauch gemacht, sich weiter dagegen zu wehren. Ihre Beschwerden sind nun beim Verwaltungsgericht hängig.

13 Jahre später als geplant

Inhaltlich gehe es bei den Beschwerden um die Linienführung oder den Lärmschutz, sagt Maag weiter. Das Projekt sei deshalb nicht grundsätzlich gefährdet, sondern verzögert sich weiter. Thomas Maag rechnet damit, dass die Bauarbeiten nicht vor 2022 beendet sein werden, 13 Jahre später als ursprünglich geplant. «Bei einem Projekt dieser Grösse ist dies jedoch normal», so Maag. Insgesamt kostet das Projekt rund 65 Millionen Franken.