Umschlagplatz für den Güterverkehr im Limmattal wird verzögert

Der sogenannte «Gateway Limmattal» kommt aufs Abstellgleis. Die Transportbranche, die SBB und der Bund haben sich darauf geeinigt, zuerst in Basel einen neuen Container-Terminal zu bauen.

Der grosse Rangierbahnhof zwischen Schlieren und Dietikon bleibt wohl noch eine Weile so, wie er heute ist.

Bildlegende: Der grosse Rangierbahnhof zwischen Schlieren und Dietikon bleibt wohl noch eine Weile so, wie er heute ist. Keystone

Die Pläne der SBB für einen grossen, neuen Güterumschlagplatz im Limmattal stehen schon lange in der Kritik: Der Ort sei der falsche, die Lastwagen würden benachteiligt und ein solcher Gateway bringe den Anwohnern überdies zu viel Lärm.

Vom Schiff auf Schiene und Strasse

Trotzdem hat SBB Cargo lange an diesen Plänen festgehalten. So lange, bis sich sogar die Transportbranche dagegen ausgesprochen hat. Unter der Leitung eines Mediators haben sich Vertreter der SBB mit Exponenten der Transportunternehmen und des Bundesamtes für Verkehr an einen Tisch gesetzt. Resultat der Verhandlungen: Statt in Dietikon wird jetzt zuerst beim Rheinhafen in Basel-Nord ein neuer Terminal gebaut, an dem Güter vom Schiff auf Schiene und Strasse verlagert werden können.

Pläne fürs Limmattal nicht vom Tisch

Der Gateway Limmattal ist mit diesem Entscheid aber noch nicht ganz vom Tisch. Das SBB-Projekt soll neu in zwei Etappen umgesetzt werden, aber den Marktbedürfnissen angepasst. Wie gross das Bedürfnis des Gütertransportmarkts ist, das bleibt aber umstritten. Anfang 2014 will SBB Cargo deshalb nochmals mit der Transportbranche zusammensitzen und den Standort Limmattal genauer überprüfen.