Unbeschwerte Ferientage für Flüchtlingsfamilien

Sommerferien, das heisst Reisen. Für viele Schweizer Kinder ist dies selbstverständlich. Anders für Flüchtlingskinder. Sie bleiben oft ohne Spielkameraden zu Hause. Die Reformierte Kirche Zürich will dies ändern und organisiert zum ersten Mal ein Ferienlager für Flüchtlingsfamilien. Mit Erfolg.

Eine Frau mit rotem Rock auf einem Balkon, dahinter das Grossmünster.

Bildlegende: Gabriela Bregenzer will Flüchtlingskindern ein paar unbeschwerte Tage ermöglichen. SRF

«Für viele Flüchtlingskinder sind die Ferien die schlimmste Zeit im Jahr», sagt Gabriela Bregenzer, die das Ferienlager für die Reformierte Kirche organisiert. «Sie haben nichts zu tun, keine Schule, keine Ablenkung. Und nach dem Sommer sind sie die Einzigen, die in der Schule nichts zu erzählen haben.»

Dies will die Reformierte Kirche des Kantons Zürich ändern. Zum ersten Mal bietet sie ein Ferienlager für Flüchtlingsfamilien an. 70 Kinder und Erwachsene haben sich angemeldet. Sie stammen aus Krisengebieten wie Afghanistan, Syrien oder Äthiopien. Am Freitag reisen sie an den Hallwylersee. Auf dem Programm stehen Bootsfahrten, Bräte.n im Wald, Baden und ein Besuch im Schloss Lenzburg.

«  Wir wollen mit dem Ferienlager ein Zeichen setzen. »

Gabriela Bregenzer
Reformierte Kirche Zürich

250 Franken kosten die Kurzferien pro Kind und Erwachsenem. Finanziert werden sie von privaten Spenderinnen und Spendern, verschiedenen Kirchgemeinden und dem Solidaritätsnetz Zürich.

«Wir wollen in der heutigen Zeit mit vielen negativen Schlagzeilen über die Flüchtlinge ein Zeichen setzen», sagt Gabriela Bregenzer. Das primäre Ziel sei es aber, den Kindern ein paar unbeschwerte Tage zu ermöglichen.