Und über Mittag einen Sprung in den Zürichsee

In Uetikon am See darf eine Mittelschule gebaut werden. Der Zürcher Kantonsrat hat den Plänen der Regierung zugestimmt. Bildungsdirektorin Silvia Steiner spricht von einem Jahrhundert-Entscheid.

Das Areal der chemischen Fabrik in Uetikon aus der Vogelperspektive

Bildlegende: Mit direktem Seeanstoss: In Uetikon am See entsteht die neue Mittelschule. Keystone

Vielleicht ist das Lernen dann ja weniger hart: Bis 2028 entsteht an der Goldküste eine neue Kantonsschule, direkt am Zürichsee. Die neue Mittelschule soll auf dem ehemaligen Areal der «Chemie Uetikon» gebaut werden. Der Kantonsrat hat die Pläne des Regierungsrats mit 173 Ja-Stimmen und einer Enthaltung gutgeheissen.

Stark steigende Schülerzahlen

Ab 2020 werden wegen des Bevölkerungswachstums deutlich mehr Mittelschülerinnen und Mittelschüler erwartet. Im Vergleich zu 2011 sollen es bis zu 4000 zusätzliche Gymnasiasten sein, was einer Zunahme von mehr als einem Viertel entspricht, so die Regierung.
Heute befinden sich die meisten Standorte der Gymnasien in den Städten Zürich und Winterthur. Um die S-Bahnen zu entlasten, sollen neue Standorte in den Regionen entstehen. Bildungsdirektorin Silvia Steiner erklärte, dass die Schülerströme in Richtung Zürich reduziert werden sollen.

Bereits ab 2018 ein Provisorium in Uetikon

Im Dorfzentrum von Uetikon soll deshalb in zwei Jahren ein Container-Provisorium entstehen, mit je einem ersten Klassenzug für Lang- und Kurzzeitgymnasium. Dies war im Kantonsrat nicht unumstritten, unter anderem wegen des zu erwartenden Mehrverkehrs.
Der Regierungsrat hatte im März bekannt gegeben, dass er das 65'500 Quadratmeter grosse Areal der «Chemie Uetikon AG» erwerben will. Auch die Gemeinde möchte einen Teil des Geländes kaufen und eine Parkanlage direkt am See bauen.